Importpreise legen im März zu

30. April 2025, 08:09 Uhr · Quelle: dts Nachrichtenagentur
Die Importpreise in Deutschland stiegen im März 2025 um 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, während die Exportpreise um 2,0 Prozent zunahmen. Besonders stark erhöhten sich die Preise für Nahrungsmittel und landwirtschaftliche Produkte.

Wiesbaden - Die Importpreise in Deutschland sind im März 2025 um 2,1 Prozent höher gewesen als im Vorjahresmonat. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. Im Februar hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat bei +3,6 Prozent gelegen, im Januar bei +3,1 Prozent. Wie das Bundesamt weiter mitteilt, fielen die Einfuhrpreise im März gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent.

Die Exportpreise lagen unterdessen um 2,0 Prozent über dem Stand von März 2024. Im Februar hatte die Vorjahresveränderungsrate bei +2,5 Prozent gelegen, im Januar bei +2,4 Prozent. Gegenüber Februar fielen die Ausfuhrpreise um 0,4 Prozent.

Den größten Einfluss auf die Gesamtentwicklung der Importpreise im März 2025 hatte der Anstieg der Preise für Konsumgüter (Ge- und Verbrauchsgüter) um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat (-0,6 Prozent gegenüber Februar 2025). Die Preise für importierte Verbrauchsgüter lagen dabei 4,2 Prozent über denen von März 2024 (-0,5 Prozent gegenüber Februar 2025), Gebrauchsgüter waren 1,0 Prozent teurer (-1,0 Prozent gegenüber Februar 2025).

Bei den Verbrauchsgütern musste insbesondere für Nahrungsmittel mit +9,8 Prozent deutlich mehr bezahlt werden als im März 2024 (+0,3 Prozent gegenüber Februar 2025). Mehr als im März 2024 kosteten vor allem Orangensaft (+52,6 Prozent), Süßwaren (ohne Dauerbackwaren) (+39,8 Prozent), Apfelsaft (+37,2 Prozent), Geflügelfleisch (+25,9 Prozent), Rindfleisch (+24,9 Prozent) sowie Milch und Milcherzeugnisse (+12,9 Prozent). Bei den Süßwaren lag die Teuerung hauptsächlich an den gestiegenen Preisen für Kakaobutter, Kakaofett und Kakaoöl (+62,7 Prozent) sowie für Schokolade und andere Süßwaren (+31,5 Prozent).

Die Preise für importierte landwirtschaftliche Güter lagen im März 2025 um 12,3 Prozent über denen des Vorjahresmonats (+1,6 Prozent gegenüber Februar 2025). Insbesondere Rohkaffee war deutlich teurer als vor einem Jahr (+69,8 Prozent), gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise hier um 3,6 Prozent. Rohkakao war 61,0 Prozent teurer als im März 2024 (+0,4 Prozent gegenüber Februar 2025). Geflügel und Eier kosteten 12,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dagegen waren unter anderem Speisezwiebeln (-27,2 Prozent) und lebende Schweine (-25,4 Prozent) preiswerter als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat stiegen die Preise für Speisezwiebeln (+13,2 Prozent) und lebende Schweine (+9,6 Prozent) aber deutlich an.

Auch importierte Energie war teurer als im März 2024 (+2,4 Prozent), so die Statistiker weiter. Gegenüber Februar fielen die Preise hier aber deutlich um 6,6 Prozent. Die Einfuhrpreise für elektrischen Strom waren 46,5 Prozent höher als im März 2024 (-26,7 Prozent gegenüber Februar 2025), für Erdgas lagen sie 34,6 Prozent höher (-5,6 Prozent gegenüber Februar 2025). Günstiger als im März 2024 waren dagegen importierte Steinkohle (-20,7 Prozent), rohes Erdöl (-12,8 Prozent) und Mineralölerzeugnisse (-12,5 Prozent). Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich Mineralölerzeugnisse um 7,0 Prozent, Steinkohle um 5,5 Prozent und Erdöl um 5,2 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der Energiepreise waren die Importpreise im März 2025 um 2,2 Prozent höher als im März 2024. Gegenüber Februar fielen sie aber um 0,3 Prozent. Lässt man nur Erdöl und Mineralölerzeugnisse außer Betracht, lag der Importpreisindex 3,2 Prozent über dem Stand von März 2024 und 0,8 Prozent unter dem Stand von Februar.

Die Preise für Vorleistungsgüter lagen 1,9 Prozent über denen des Vorjahresmonats (-0,4 Prozent gegenüber Februar), für Investitionsgüter waren sie 0,2 Prozent höher als im Vorjahresmonat (-0,4 Prozent gegenüber Februar). Bei der Ausfuhr hatten im März die Preissteigerungen bei Vorleistungs-, Konsum- und Investitionsgütern den größten Einfluss auf die Preisentwicklung.

Ausgeführte Vorleistungsgüter verteuerten sich um 1,6 Prozent, Investitionsgüter um 1,3 Prozent gegenüber März 2024. Gegenüber dem Vormonat musste für Vorleistungsgüter aber im Durchschnitt 0,1 Prozent und für Investitionsgüter 0,3 Prozent weniger bezahlt werden.

Bei den Vorleistungsgütern lagen vor allem die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und Halbzeug daraus mit +11,6 Prozent deutlich über dem Vorjahresniveau. Insbesondere Edelmetalle und Halbzeug daraus waren hier mit +32,5 Prozent und Rohaluminium mit +17,3 Prozent teurer als im März 2024.

Bei den Investitionsgütern beeinflussten die Entwicklung im Wesentlichen die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Preise für Maschinen (+1,7 Prozent) sowie für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+1,5 Prozent).

Exportierte Konsumgüter waren 2,5 Prozent teurer als im März 2024 (+0,1 Prozent gegenüber Februar 2025). Während Gebrauchsgüter im Vorjahresvergleich 1,5 Prozent teurer waren, lagen die Preise für Verbrauchsgüter 2,8 Prozent über denen von März 2024. Insbesondere Kaffee (entkoffeiniert oder geröstet) wurde zu 53,1 Prozent höheren Preisen exportiert als im März 2024. Die Preise für Butter und andere Fettstoffe aus Milch lagen 27,0 Prozent über denen des Vorjahresmonats (-5,3 Prozent gegenüber Februar 2025), Süßwaren ohne Dauerbackwaren waren 24,2 Prozent teurer, darunter insbesondere Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaofett, Kakaoöl und Kakaopulver mit einem Preisanstieg von 29,1 Prozent.

Energieexporte waren 13,2 Prozent teurer als im Vorjahresmonat, aber 7,5 Prozent billiger als im Februar. Unter anderem lagen die Erdgaspreise 49,3 Prozent über denen des Vorjahresmonats (-3,0 Prozent gegenüber Februar). Dagegen waren Mineralölerzeugnisse 12,3 Prozent billiger als im Vorjahr (-6,0 Prozent gegenüber Februar).

Für exportierte landwirtschaftliche Güter musste 6,4 Prozent mehr bezahlt werden als im März 2024 (-0,7 Prozent gegenüber Februar).

Wirtschaft / Deutschland / Unternehmen / Industrie
30.04.2025 · 08:09 Uhr
[0 Kommentare]
Baum umgestürzt - Drei Tote bei Flensburg
Mittelangeln (dpa) - Nach dem tödlichen Unglück durch einen umgestürzten Baum am Ostersonntag im nördlichen Schleswig-Holstein dauern die Ermittlungen der Polizei an. Dabei waren drei Menschen bei der Ostereiersuche in einem Waldstück getötet worden, darunter eine Mutter und ihr Baby. Nach Polizeiangaben stürzte bei starken Windböen ein etwa 30 Meter […] (00)
vor 1 Stunde
Patrice Aminati
(BANG) - Patrice Aminati gibt ein trauriges Gesundheits-Update. Die Influencerin erhielt vor über drei Jahren eine schlimme Diagnose: Sie leidet an schwarzem Hautkrebs. Seit einiger Zeit wird sie palliativ behandelt – die Krankheit gilt nicht mehr als heilbar. Nun macht die 30-Jährige beunruhigende Neuigkeiten öffentlich: Sie befindet sich […] (02)
vor 17 Stunden
Fashion-Influencer «Gramps»
Mainz (dpa) - Er hat rund 5,5 Millionen Follower auf Tiktok, noch mal knapp 2,5 Millionen auf Instagram: Der 80-jährige Alojz Abram - auch bekannt unter seinem Pseudonym «Gramps» - ist Mode-Influencer. Dabei wirkte er lange gar nicht modisch. Er hat sich gekleidet, wie man es von einem älteren Herrn in der Rente erwarten würde. «Unspektakulär», sagt […] (00)
vor 1 Stunde
Starfield DLC verrät neue Stadt – Fans hoffen auf echten Neustart
Es fühlt sich fast wie ein versteckter Blick hinter die Kulissen an: Neue Achievements zum kommenden DLC von Starfield sorgen gerade für Diskussionen in der Community. Denn was dort entdeckt wurde, klingt nach genau den Änderungen, die sich viele Spieler seit Release wünschen. Und plötzlich steht eine Frage im Raum: Bekommt Starfield endlich das […] (00)
vor 8 Stunden
«plan b»: Neue Ideen gegen die Wohnungsnot
Die ZDF-Doku zeigt, wie kreative Konzepte den angespannten Wohnungsmarkt entlasten sollen. Am Sonntag, 3. Mai 2026, um 15.30 Uhr widmet sich die ZDF-Reihe plan B einem der drängendsten Probleme in Deutschland: der Wohnungsnot. Die Ausgabe „Gesucht? Gefunden! Schluss mit der Wohnungsnot“ ist bereits seit dem 29. April im Streaming verfügbar. Die Dokumentation von Brianna Lache macht deutlich, […] (00)
vor 15 Stunden
Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln
Frankfurt/Main (dpa) - Der 1. FC Köln hat beim Bundesliga-Debüt seines neuen Cheftrainers René Wagner den ganz großen Befreiungsschlag bei Eintracht Frankfurt verpasst, aber immerhin einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg gerettet. Die Rheinländer erkämpften sich im ersten Spiel nach der Trennung von Ex-Coach Lukas Kwasniok ein 2: 2 (0: 0), blieben […] (03)
vor 9 Stunden
bitcoin, crypto, finance, coin, money, currency, cryptocurrency, blockchain, investment, closeup
Der Bitcoin-Kurs hat einen soliden Anstieg über die Marke von $68.000 verzeichnet. BTC zeigt positive Signale und könnte weiter steigen, wenn es gelingt, die Hürden bei $69.250 zu überwinden. Bitcoin hat an Schwung gewonnen und die Marken von $67.500 und $68.000 überschritten. Der Kurs handelt über $68.500 und dem […] (00)
vor 32 Minuten
Die rasante Entwicklung des Cloud-Computings hat die Arbeitsweise von Unternehmen grundlegend verändert und Cloud-Expertise zu einer der gefragtesten Kompetenzen auf dem heutigen Arbeitsmarkt gemacht. Microsoft Azure als eine der führenden Cloud-Plattformen bietet eine Vielzahl von Zertifizierungen, die die Fähigkeit einer Person nachweisen, Cloud- […] (00)
vor 10 Stunden
 
Ärztehaus (Archiv)
Berlin - Kassenärzte-Chef Andreas Gassen warnt vor deutlich längeren Wartezeiten auf […] (01)
Mini-Quantenbatterie lädt drahtlos per Laser auf – eine Million Mal schneller als sie entlädt
Bislang ist es nur ein Proof-of-Concept-Projekt, also der Beweis, dass sich die […] (00)
US-Präsident Trump
Washington (dpa) - US-Präsident Donald Trump beschreibt die Rettung des im Iran nach […] (01)
Mann stirbt nach Polizeischüssen bei Verfolgungsfahrt
Saarbrücken (dpa) - Bei einer Verfolgungsfahrt in Saarbrücken ist ein 22-Jähriger […] (03)
State of Decay 3 meldet sich zurück – Alpha-Playtest startet im Mai mit Koop und Basenbau
Wer gedacht hatte, Undead Labs hätte das Projekt still und leise beerdigt, liegt […] (00)
Künstliche Intelligenzen verweigern Befehle, um andere KIs vor Abschaltung zu schützen
Solidarität unter Algorithmen? Vielleicht sogar so etwas wie gegenseitiges Mitgefühl? […] (03)
Duffy
(BANG) - Duffy soll Berichten zufolge einen Vertrag mit einem neuen Management […] (01)
Andalusien-Wahl: RTVE plant TV-Duell und Fünfer-Debatte
Der öffentlich-rechtliche Sender setzt vor den Regionalwahlen auf mehrere Live-Formate zur […] (00)
 
 
Suchbegriff