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Macron äußert Bedenken zum US-Friedensplan: Priorität für europäische Belange

23. November 2025, 12:40 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Präsident Macron hat beim G20-Gipfel Bedenken zum US-Plan für den Ukraine-Konflikt geäußert, da europäische Interessen geschützt werden müssen. Er fordert klare Vereinbarungen ohne Zugeständnisse an Russland.

Während des kürzlich abgehaltenen G20-Gipfels in Johannesburg hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betont, dass wesentliche Teile des von den Vereinigten Staaten vorgeschlagenen Plans zur Beendigung des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nur in Abstimmung mit den europäischen Partnern umgesetzt werden können. Macron unterstrich, dass insbesondere die Themen der Nutzung eingefrorener russischer Staatsgelder innerhalb der Europäischen Union, die Beziehungen der Ukraine zur NATO sowie die Perspektiven der Ukraine hinsichtlich einer EU-Integration maßgeblich seien.

Macron bezeichnete die eingefrorenen Vermögenswerte als ein kritisches Element, das sich unter der Kontrolle der Europäischen Union befindet. Er machte deutlich, dass die europäische Integration der Ukraine ein ausschließlich von Europa bestimmter Prozess ist, dessen Erfolgsfaktor in der einheitlichen Unterstützung und Entscheidungskraft der europäischen Nationen liegt. Zudem bedürfen alle NATO-bezogenen Entscheidungen der gemeinschaftlichen Zustimmung der Mitgliedsstaaten, um sowohl die Sicherheitsinteressen der Ukraine als auch die langfristige Stabilität Europas zu garantieren.

Ein weiteres wesentliches Element des US-Plans, die Wiederaufnahme Russlands in die G8-Gruppe, wurde von Macron ebenfalls thematisiert. Er machte klar, dass dies die volle Einigkeit unter den aktuellen G7-Staaten voraussetzen würde. Angesichts der gegenwärtigen geopolitischen Spannungen sieht Macron jedoch keine Grundlage für eine Rückkehr Russlands in dieses internationale Forum. Er rief dazu auf, durch diplomatische Verhandlungen verlässliche Vereinbarungen zu schaffen und untragbare Zugeständnisse an Russland zu vermeiden.

Besondere Besorgnis äußerte Macron in Bezug auf die Einschränkungen der ukrainischen Souveränität, die im US-Vorschlag enthalten sind. So befürchtet er, dass die Ukraine gezwungen sein könnte, territoriale Zugeständnisse an Russland zu machen, ihre militärischen Kapazitäten einzuschränken und die NATO-Erweiterung zu blockieren, während Russland im Gegenzug nur geringfügige Zugeständnisse machen müsste.

Für die Europäische Union legt Macron hingegen Wert darauf, dass der Zugang der Ukraine zum europäischen Markt noch vor einer vollständigen EU-Mitgliedschaft verbessert wird. Gleichzeitig sollte ein klarer Plan entwickelt werden, um das eingefrorene russische Staatsvermögen für den Wiederaufbau der Ukraine einzusetzen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die ökonomische Erholung der Ukraine fördern, sondern auch die strategische Position Europas stärken und zur nachhaltigen Friedenssicherung in der Region beitragen.

Politik / Macron / Ukraine / EU / G20
[InvestmentWeek] · 23.11.2025 · 12:40 Uhr
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