Sportwetten und Wettsteuer: Das gibt es zu beachten

06. Mai 2018, 11:00 Uhr · Quelle: klamm.de
Sportwetten und Wettsteuer: Das gibt es zu beachten

In den letzten Jahren erfreuen sich Sportwetten immer größerer Beliebtheit. Experten sprechen hier von einem regelrechten Boom. Dieser Umstand kommt natürlich nicht von irgendwo, denn schließlich gibt es nahezu täglich große Sportereignisse, die zum Wetten und Mitfiebern anregen. Einen negativen Punkt mussten zahlreiche Wettliebhaber jedoch vor einigen Jahren hinnehmen – die Wettsteuer. Seit dem Jahre 2012 ist diese publik und wird seitens der Buchmacher gerne auf den Kunden umgelegt. Allerdings handhabt nicht jeder Sportwettanbieter die Wettsteuer gleich – hier gibt es tatsächlich große Unterschiede.

Was ist die Wettersteuer eigentlich?

Seit dem 1. Juli 2012 ist die Abgabe der Wettsteuer gesetzlich festgelegt. Dieses Datum wird sowohl den deutschen Wettliebhabern als auch den Anbietern stets im Gedächtnis bleiben. Die Überarbeitung des bestehenden Gesetzes war nicht nur notwendig um Interessenten der staatlichen Lotterien zu schützen, sondern auch um lang verschlossene Türen zu öffnen. Seit dieser Einführung haben auch Buchmacher, denen es untersagt war in Deutschland zu spielen, die Chance, deutsche Kunden an Land zu ziehen.

Grundsätzlich beträgt die Wettsteuer immer 5 Prozent des Wetteinsatzes. Sie ist Teil des deutschen Lotterie- und Rennwettgesetzes. Wer also eine Wette in Höhe von 100 € setzt, muss fünf Euro davon als Wettsteuer abführen. Je nach Einsatz kann die Wettsteuer also vergleichsweise hoch ausfallen. Der Wettanbieter hat hiervon rein gar nichts, denn der Betrag wandert direkt ins Säckel des deutschen Finanzamts.

Zahlreiche Kunden befürchten noch immer, dass die Wettanbieter mit diesen fünf Prozent arbeiten und so ihren Gewinn vergrößern, doch dem ist nicht so. Vielmehr sind sie gesetzlich dazu verpflichtet, die Steuer abzuführen. Würden Anbieter dieser Gesetzeslage nicht nachkommen, bekämen sie ernsthafte Probleme mit dem Finanzamt. Steuerhinterziehung ist nämlich kein Kavaliersdelikt.

Achtung: Die Wettsteuer muss nur von deutschen Kunden entrichtet werden. Kommt ein Spieler beispielsweise aus Österreich, dann ist die Steuer hinfällig.

Wie kann der Kunde die Wettsteuer entrichten?

Wettanbieter haben zahlreiche Möglichkeiten, die Wettsteuern direkt an den Kunden weiterzugeben. Es muss nicht immer zwingend der Wetteinsatz sein. Einige Anbieter senken hierfür die Wettquoten, doch ob diese Methode aus geschäftlicher Hinsicht sinnvoll ist, sei dahingestellt. Warum? Ganz einfach – niedrige Tippquoten sind für Spieler eher uninteressant. Tipper wählen in diesem Fall lieber Buchmacher, dessen Quoten im höheren Gewinnbereich liegen. Die jeweiligen Quoten haben nämlich einen entscheidenden Einfluss auf die Gewinnausschüttung. Grundsätzlich gilt daher folgende Regel: Je höher die Quoten, desto höher sind möglichen Gewinne.

Wer Anbieter ohne Wettsteuern bevorzugt, sollte stets einen Blick auf die Quoten werfen, denn die meisten „steuerfreien“ Anbieter versuchen die Steuerkosten über niedrige Quoten wieder hereinzuholen. Hin und wieder gibt es natürlich auch Buchmacher, die sich dieses Prozedere problemlos leisten können, denn sie gelten als prominent und verfügen über einen großen Kundenstamm. Dank diesem Bekanntheitsgrad fangen sie anfallende Beträge, die sich durch das Abführen von Wettsteuern entwickeln, wieder auf.

Besonders häufig werden die Wettsteuern allerdings bei der Wettabgabe auf den Kunden umgelegt. Ein kurzes Beispiel zur Verdeutlichung: Setzt der Tipper einen gewissen Betrag X, so wird die Wettsteuer direkt von diesem Einsatz abgezogen. Häufig weisen die Anbieter diesen prozentualen Wert direkt auf dem digitalen Wettschein aus. Der Kunde weiß also sofort, welche Summe ihm aufgrund der Wettsteuern abgezogen wird. Andere Buchmacher ziehen den prozentualen Betrag von der eigentlichen Gewinnsumme ab. Auch hier möchten wir ein kurzes Beispiel aufzeigen: Wer fünf Euro auf eine Sportwette mit einer Quote von 2 setzt und anschließend gewinnt, der erhält 10 Euro minus Wettsteuer. Dies entspricht einem Reingewinn von 9,50 Euro. Auch hier zeigen zahlreiche Bookies den Abzug direkt auf dem virtuellen Spielschein an.

Zu guter Letzt kommen wir zu den flexiblen Anbietern, denn sie ermöglichen den Kunden, selbst festzulegen, wie die Steuer abgezogen werden soll. Tipper können individuell wählen, ob sie oben draufgeschlagen oder mit dem Wetteinsatz abgezogen wird. Eine weitere Option stellt der obenerwähnte Abzug vom Gewinn dar.

Unterm Strich bleibt an diesem Punkt zu sagen, dass deutsche Tipper an der Wettsteuer in Höhe von fünf Prozent nicht vorbeikommen.

Übernimmt der Wettanbieter immer die Wettsteuer?

Diese Frage ist recht knifflig, denn zumeist finden Tipper auf den Seiten der Wettanbieter keinerlei Informationen über die Thematik der Wettsteuer. Erst beim durchstöbern der AGBs fällt dem Spieler eine Klausel hinsichtlich der Wettsteuer auf. Hier wird der Kunde darauf aufmerksam gemacht, dass er sich selbst um die korrekte Versteuerung des Gewinns oder auch Einsatzes bemühen muss. Dieses Prozedere wenden vor allem Wettanbieter an, die über keine europäische Glücksspiellizenz verfügen. Grundsätzlich sind jedoch alle Buchmacher, die deutschen Spielern das Wetten ermöglichen, dazu verpflichtet, die fünf Prozent Wettsteuern zu erheben und richtig abzuführen. Seriöse und lizenzierte Anbieter werden sich hier keine Steuerausfälle leisten, denn anderenfalls ist mit enormen Strafen zu rechnen.

Tipp: Kunden sollten stets aufmerksam sein und sich genaue Infos über die Lizenz des jeweiligen Anbieters einholen.

Wettsteuer legal umgehen? Ist das möglich?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit Ja und Nein beantworten. Für deutsche Kunden fällt immer eine Wettsteuer in Höhe von 5 Prozent an. Hingegen dazu können Österreicher und Schweizer völlig legal steuerfrei wetten. Ja du hörst richtig, in Österreich lässt sich die Wettsteuer legal umgehen, sämtliche Gewinne sind somit steuerfrei. Viele deutsche Wettfreunde finden diese Regelung unfair, jedoch zählen die Gewinneinnahmen in diesem Land nicht zu den steuerpflichtigen Einnahmen. Österreicher können daher mit Sportwetten so viel Geld gewinnen, wie es ihnen lieb ist, ohne nur einen Cent an die Wettsteuer abdrücken zu müssen.

Gut zu wissen: Im Nachbarland Deutschland hat es allerdings schon zahlreiche politische Diskussionen hinsichtlich dieser Regelung gegeben. In naher Zukunft kann es daher gut sein, dass auch österreichische Wettliebhaber ihren Gewinn versteuern müssen. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie aber getrost weiter wetten, ohne auch nur einen Gedanken an die anfallende Wettsteuer zu verlieren. Wettlustige Österreicher sollten unbedingt einen Blick auf sportwettenanbieter.com werfen.

In der Schweiz ist die Regelung etwas anders. Hier sind die Buchmacher zwar noch nicht dazu verpflichtet, die Wettsteuer auszuweisen und abzuführen, doch werden Glücksspielgewinne hier als steuerpflichtige Einnahmen angesehen. Sofern der jährliche Gewinn eine Summe von 1.000 Schweizer Franken nicht übersteigt, müssen die Glücksspieleinnahmen bei der Steuererklärung nicht aufgeführt werden. Liegt der Gewinn jedoch über dem steuerfreien Maximalbetrag, so muss er versteuert werden. Schweizer Wettliebhaber müssen folglich nur dann Steuern abführen, wenn sie regelmäßig hohe Gewinne erzielen. Für die meisten Hobbytipper dürften die jährlichen Gewinneinnahmen aber geringer sein, sodass keinerlei Steuern an das Finanzamt verschenkt werden müssen.

Finanzen / Sportwetten / Steuer
06.05.2018 · 11:00 Uhr
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