Proteste im Iran: Sorge vor eskalierender Gewalt wächst
Die jüngsten Proteste im Iran haben nach Angaben von Aktivisten zu einem erschütternden Verlust von Menschenleben geführt. Laut der in Oslo ansässigen Organisation Iran Human Rights (IHRNGO) ist die Zahl der getöteten Demonstrierenden auf 51 angestiegen. Hunderte von Menschen erlitten Verletzungen bei den Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften des Landes.
Die Organisation ist weiterhin damit beschäftigt, Berichte über die angebliche Tötung vieler Demonstrierender in den Metropolen Teheran, Maschhad und Hamadan zu überprüfen, die in den bisherigen Opferzahlen noch nicht berücksichtigt worden sind. Der Direktor der Organisation, Mahmood Amiry-Moghaddam, äußerte sich besorgt über die möglicherweise drohende Eskalation der Gewalt. Insbesondere nach der Abschaltung des Internets im Land sei die Gefahr eines massenhaften Vorgehens gegen die Bevölkerung äußerst ernst.
Am vergangenen Donnerstagabend fand im Iran die bisher größte Demonstration der aktuellen Protestbewegung statt. In diesem Zuge kappte der iranische Sicherheitsapparat den Internetzugang für die Bevölkerung komplett. Nachdem Berichten zufolge Sicherheitskräfte das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen, mehren sich unbestätigte Meldungen über zahlreiche weitere Todesopfer.

