Strategie könnte erneut Bitcoin kaufen trotz Verkaufsgerüchten im ersten Quartal
Der CEO von Strategy, Phong Le, erklärte letzte Woche, dass das tägliche Handelsvolumen von Bitcoin, das im Durchschnitt über $60 Milliarden liegt, groß genug sei, um die jährlichen Dividendenzahlungen des Unternehmens in Höhe von $1,5 Milliarden zu absorbieren, ohne den Markt zu beeinflussen.
Diese Aussage ging dem jüngsten Beitrag von Mitbegründer Michael Saylor voraus, der am Sonntag auf X mit dem Satz "Back to work, BTC" veröffentlicht wurde. Diese Phrase hat er zuvor verwendet, um einen bevorstehenden Kauf anzukündigen.
Ein sich wiederholendes Muster
Strategy kauft in der Regel Bitcoin am Tag nach einem solchen Beitrag von Saylor. Zuletzt erwarb das Unternehmen am 27. April 3.273 Bitcoins für rund $255 Millionen. Damit erhöhte sich der Gesamtbestand auf 818.334 BTC, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung etwa $61,8 Milliarden wert waren. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Coin liegt bei etwa $75.537, was bedeutet, dass die Position um etwa 7,6% gestiegen ist.
Die Kaufankündigung folgt auf eine einwöchige Pause, die Strategy vor der Bekanntgabe der Ergebnisse des ersten Quartals 2026 eingelegt hatte. Während dieser Bekanntgabe äußerte Saylor, dass das Unternehmen möglicherweise von Zeit zu Zeit einige seiner Bitcoins verkaufen könnte, um Dividenden für die Inhaber seiner Kreditinstrumente zu finanzieren. Für ein Unternehmen, das lange die Position vertreten hatte, niemals zu verkaufen, war diese Aussage bemerkenswert.
Reaktionen von beiden Seiten
Nicht alle sahen dies als schlechte Nachricht. Der Strategy-Investor Adam Livingston argumentierte, dass periodische Verkäufe der Schatzkammer tatsächlich zugutekommen könnten, indem sie zukünftige Bitcoin-Käufe finanzieren. Der Bitcoin-Befürworter Samson Mow sagte, die Möglichkeit zu verkaufen, gebe Strategy mehr Flexibilität auf den Finanzmärkten.
Andere warnten jedoch, dass ein Unternehmen, das sowohl in großem Umfang kauft als auch verkauft, einen Zyklus schaffen könnte, der Druck auf den Spotpreis ausübt.
Le widersprach dieser Sorge. Er sagte gegenüber CNBC, dass Strategy etwa 4% des gesamten Bitcoin-Angebots besitzt, aber er glaubt nicht, dass das Unternehmen die Preise in irgendeine Richtung treibt. Verkäufe, so sagte er, würden auf spezifische Situationen beschränkt sein — zur Deckung von Dividendenrenditen und zur Steuervermeidung.
Klarstellung des Umfangs
Saylor bot während der Bekanntgabe der Ergebnisse seine eigene Perspektive an. "Wir werden wahrscheinlich einige Bitcoins verkaufen, um eine Dividende zu finanzieren, nur um den Markt zu immunisieren, nur um die Botschaft zu senden, dass wir es getan haben", sagte er.
Diese Formulierung deutet darauf hin, dass es sich mehr um ein Signal als um ein Volumen handelt — eine kontrollierte, gezielte Aktion statt einer umfassenden Strategieänderung.
Ob die Märkte dies so interpretieren, bleibt abzuwarten. Basierend auf Saylors Beitrag vom Sonntag scheint jedoch ein weiterer Bitcoin-Kauf bevorzustehen.

