Assassin’s Creed Black Flag Resynced: Warum die neuen Szenen Edward Kenway endlich zu einer runden Figur machen
Das Remake des Piraten Klassikers nähert sich mit großen Schritten dem Release am 9. Juli 2026 – und Synchronsprecher Matt Ryan verrät, was ihn nach über zwölf Jahren zur Rückkehr als Edward Kenway bewogen hat. Die neuen Szenen, die Ubisoft Singapore dem Original hinzugefügt hat, klingen nach mehr als bloßem Lückenbüßer. Wer Matt Ryans Worte liest, bekommt das Gefühl: Hier wurde an einer Figur nachgebessert, die das alles damals schon verdient gehabt hätte.
Kein einfacher Lückenfüller: Was die neuen Szenen wirklich leisten
Matt Ryan, der Edward Kenway im Original von 2013 seine Stimme lieh, kehrt für das Remake zurück – und spricht mit spürbarer Begeisterung über die neu geschriebenen Szenen. „Diese neuen Szenen sind mir direkt von der Seite gesprungen, und sie fügen dem Charakter wirklich etwas hinzu – sie verleihen dem Charakter und der Geschichte mehr Tiefe. Sie sind nicht einfach da, um sie zu füllen“, zitiert er sich selbst im Gespräch mit Game Informer.
Das klingt zunächst nach Standard-PR, wird aber durch Serienautor Darby McDevitt untermauert, der eine der neuen Szenen als persönlichen Top-5-Favoriten bezeichnete. McDevitt schrieb bereits das Drehbuch des Originals und kehrt damit in vertrautes Terrain zurück. Zusätzlich sollen Figuren wie Blackbeard alias Thatch durch eigene neue Quests stärker ausgebaut werden – ein Punkt, den Fans des Originals seit Jahren als verpasste Chance kritisiert hatten.
Für Matt Ryan war das Wiederantasten an die Rolle eine besondere Erfahrung: „Es ist ein seltsames, wundervolles, nostalgisches und schönes Erlebnis. Wie ein alter Freund.“ Dabei gestand er, dass seine Stimme nach über einem Jahrzehnt etwas tiefer geworden sei und er schauspielerisches Training betrieben habe, um wieder vollständig in Kenways Haut zu schlüpfen.
Ubisoft Singapore und ein Remake, das mehr sein will
Das Remake stammt von Ubisoft Singapore, dem Studio, das maßgeblich die Seeschlachten im Original entwickelte und damit quasi das Herzstück des Spiels erschuf. Das gibt Hoffnung. Das Anvil Engine Grundgerüst wurde komplett neu aufgebaut: Charaktermodelle, Texturen und das dynamische Wettersystem auf Basis von Dolby Atmos wurden von Grund auf neu gestaltet. Die Weltkarte bleibt identisch, wurde aber mit neuen Inseln und Inhalten angereichert.
Was wegfällt, ist ebenfalls erwähnenswert: Die modernen Abstergo Rahmenhandlungen wurden offenbar gestrichen, und der DLC „Freedom Cry“ ist nicht enthalten. Für Serienneulinge kaum relevant, für Veteranen jedoch ein spürbarer Verlust. Im Vergleich zum ebenfalls umfangreichen Remake Ansatz bei Dead Space 2023, das den Originalinhalt vollständig übernahm und sogar erweiterte, setzt Ubisoft hier auf eine schlankere Neuinterpretation. Unser Artikel zum neuen Unterwasser-Gameplay zeigt eindrucksvoll, wohin die Reise technisch geht. Wer sich außerdem noch einmal daran erinnern möchte, wie das Projekt überhaupt ins Rollen kam, findet bei der offiziellen Bestätigung durch Ubisoft den nötigen Kontext. Vorbestellen lässt sich das Remake bereits bei Steam und im Ubisoft Store.
Das Remake erscheint am 9. Juli für PS5, Xbox Series X und S sowie PC – und verspricht, Kenways Geschichte endlich so zu erzählen, wie sie von Anfang an hätte erzählt werden können.

