Horrortrailer versteckt: So belohnt Directive 8020 die treuesten Spieler mit einem düsteren Rätsel
Supermassive Games hat es schon wieder getan. Kaum ist Directive 8020, der Auftakt zur zweiten Staffel der Dark Pictures Anthology, auf PlayStation 5, Xbox Series X|S und PC erschienen, haben fleißige Entdecker bereits eine versteckte Botschaft aufgespürt. Wer das Spiel zu hundert Prozent abschließt, bekommt einen kryptischen Vorgeschmack auf das nächste Projekt des britischen Studios serviert. Und der hat es in sich.
Was steckt hinter dem geheimen VHS Teaser?
Die Belohnung für Vollständigkeitsfanatiker ist eine kurze, beklemmende Sequenz aus der Perspektive von jemandem, der alte VHS Kassetten abspielt. Die Bänder tragen rätselhafte Titel wie „EVP 2″ und „Philip Experiment“. Eingelegt in einen alten Videorekorder läuft ein Band mit der Aufschrift „Don’t Play Alone“ ab, was sowohl ein fiktiver Filmtitel als auch eine direkte Warnung sein könnte. Das Bildmaterial, das folgt, ist verzerrt und unheimlich: Ein Hirsch erscheint auf dem Bildschirm, und eine Stimme erklärt vier Stufen eines bedrohlichen Phänomens.
- Stufe 1: Klopfen
- Stufe 2: Bewegung von Gegenständen
- Stufe 3: Das Phänomen wird zerstörerisch, eine Anwesenheit will gehört werden
- Stufe 4: Kommunikation, begleitet von einer aus der Dunkelheit hervorstreckenden Hand
Am Ende flackern Botschaften über den Bildschirm: „YOUARENOTSAFE“, „YOUCANTESCAPE“, „ITKNOWSYOU“, „ITHASSEENYOU“. Gefolgt von einem Schrei und dem unmissverständlichen „TOBECONTINUED“.
The Craven Man oder Intercession? Die heiße Spurensuche beginnt
Die Identität des nächsten Projekts bleibt bewusst im Dunkeln. Das Spielmenü von Directive 8020 bezeichnet das Video schlicht als „Teaser Trailer“, ohne konkreten Titel. Bekannt ist aus alten Markenanmeldungen aus dem Jahr 2022, dass Supermassive mehrere Projekte in der Pipeline hat: The Craven Man, Winterfold, O Death und Intercession. Letzteres ist als separates Video im Spiel abrufbar und fällt damit als Kandidat für diesen Teaser raus. Angesichts der übernatürlichen Besessenheits-Symbolik im Video könnte es sich um Intercession handeln, doch die Slenderman-artige Mystik deutet mindestens genauso stark auf The Craven Man hin.
Diese Tradition des versteckten Teasers ist übrigens ein echtes Markenzeichen des Studios. Schon seit Man of Medan, dem allerersten Dark Pictures Kapitel, versteckt Supermassive am Ende jedes Spiels einen Vorgeschmack auf den Nachfolger. Wer damals die dichte Atmosphäre von Man of Medan genossen hat, weiß, dass das Studio ein echtes Gespür für langsam aufgebaute Schrecken besitzt. Ein Abstecher auf die Steam Seite von Directive 8020 lohnt sich, um den Grusel selbst zu erleben.

