Analyst: Strategie, Bitcoin-Verkaufsoption offen zu halten, ist richtig

Der Bitcoin-Befürworter Samson Mow hat die Kritik zurückgewiesen, dass die Strategie ihre Prinzipien verraten habe, indem sie erklärte, dass sie in Zukunft BTC verkaufen könnte, um Dividenden zu zahlen.
Mow argumentierte, dass börsennotierte Unternehmen, die BTC halten, Flexibilität benötigen, um die Aktionäre zu schützen, auch wenn dies bedeutet, dass sie zu bestimmten Zeitpunkten einen Teil ihres Bestands verkaufen müssen.
Notwendigkeit von Optionen für Treasury-Unternehmen
Laut dem CEO von JAN3 war die Regel „niemals verkaufen“ eine Empfehlung für individuelle Halter und kein bindender Unternehmensschwur.
Für ein börsennotiertes Treasury-Unternehmen sei die Berechnung jedoch völlig anders. Der Kernpunkt sei die Optionalität. Ein Unternehmen, das öffentlich verspricht, nur Bitcoin zu akkumulieren, habe laut Mow „eine Karte an Leerverkäufer und Arbitrageure übergeben“. Je mehr Werkzeuge die Strategie in der Hand hat, desto weniger Angriffspunkte haben ihre Gegner.
Mow betonte, dass das Ziel der Strategie nicht darin bestehen sollte, Bitcoin niemals zu verkaufen, sondern die Aktionäre zu schützen und zu profitieren.
Er verwies auf seine eigene Arbeit, bei der er Bitcoin-Anleihen für Staaten entworfen hat, die geplante Bitcoin-Verkäufe direkt in ihre Struktur eingebaut haben, um nach einer Sperrfrist Kapital an die Anleihegläubiger zurückzugeben. Ohne diesen Mechanismus, so Mow, „könnte das Instrument nicht funktionieren“.
Der BTC-Enthusiast zog eine direkte Parallele zur STRC-Vorzugsaktie der Strategie und beschrieb sie als ein Instrument, das darauf ausgelegt ist, die Volatilität von Bitcoin zu reduzieren und den Aufwärtstrend mit Investoren zu teilen, die asymmetrische Exponierung ohne Rückschläge wünschen.
Mow verwies auch auf einen Beitrag von Saylor selbst, in dem der Executive Chairman schrieb, dass die Bitcoin-Breakeven-Rendite der Strategie etwa 2,05% pro Jahr beträgt. Das impliziert, dass, wenn das ursprüngliche Krypto schneller wächst, das Unternehmen seine Dividenden durch den Verkauf decken kann, ohne die Aktionäre zu verwässern.
Als ein Nutzer darauf hinwies, dass Saylor dennoch unter die Lupe genommen werden sollte, da er seinen Ruf auf „niemals verkaufen“ aufgebaut habe, antwortete Mow knapp:
„Corp strategy can’t be driven based on cool soundbites from a pod.“
Wachsende Dividendenbelastung und STRC-Kritik
Die Debatte hat sich mit der zunehmenden Nutzung von Vorzugsaktienangeboten durch die Strategie, insbesondere STRC, ausgeweitet. In ihrem Finanzbericht für das erste Quartal 2026, in dem sie einen Verlust von $12,5 Milliarden bekanntgab, erklärte die Strategie, dass die STRC-Emissionen $8,5 Milliarden erreicht haben, während das Unternehmen in diesem Jahr fast $12 Milliarden aufgebracht hat.
Kritiker haben jedoch in Frage gestellt, ob das Modell zu stark auf die Ausgabe neuer Wertpapiere angewiesen ist. Der Bitcoin-Kritiker Peter Schiff bezeichnete STRC kürzlich als „offensichtliches Ponzi-Schema“ und behauptete, dass dem Unternehmen außerhalb seines Softwaregeschäfts nicht genügend Betriebseinnahmen zur Verfügung stehen, um die Auszahlungen aufrechtzuerhalten.

