Stalker 2: Heart of Chornobyl im Test – Ein postapokalyptischer Shooter mit Ecken und Kanten

14. Dezember 2024, 21:46 Uhr · Quelle: PixelCritics
Es gibt kaum ein anderes Setting in der Gaming-Welt, das so viel Faszination und Schrecken ausstrahlt wie die Sperrzone von Tschernobyl. Bereits in den Vorgängern war die Zone eine Hauptfigur – eine mysteriöse, bedrohliche und doch unwiderstehlich schöne Umgebung, die den Spieler in ihren Bann zieht. In STALKER 2 wird dieses Konzept auf die nächste […]

Es gibt kaum ein anderes Setting in der Gaming-Welt, das so viel Faszination und Schrecken ausstrahlt wie die Sperrzone von Tschernobyl. Bereits in den Vorgängern war die Zone eine Hauptfigur – eine mysteriöse, bedrohliche und doch unwiderstehlich schöne Umgebung, die den Spieler in ihren Bann zieht. In STALKER 2 wird dieses Konzept auf die nächste Stufe gehoben. Dank der Unreal Engine 5 ist die Zone so detailliert und lebendig wie nie zuvor. Jede Ruine erzählt eine Geschichte, jede Lichtung birgt eine potenzielle Gefahr. Es ist ein Ort, der mit seiner Atmosphäre beeindruckt, aber gleichzeitig unbarmherzig und gnadenlos bleibt. Nach mehreren Verschiebungen, einem schwierigen Entwicklungsprozess und der Belastung durch den Krieg in der Ukraine hat das ukrainische Studio GSC Game World etwas geschaffen, das wie ein Wunder erscheint: ein Spiel, das die Essenz der Originalreihe nicht nur einfängt, sondern sie weiterentwickelt und in die Moderne transportiert. Doch hält STALKER 2 wirklich, was sich die Fans seit über einem Jahrzehnt erhoffen? Ist es ein würdiger Nachfolger, oder bleibt es ein bloßer Schatten seiner legendären Vorgänger?

Eine Zone, die lebt – und tötet

Bereits die ersten Minuten in der Zone zeigen, dass STALKER 2 keine halben Sachen macht. Die Unreal Engine 5 sorgt dafür, dass die Sperrzone von Tschernobyl beeindruckender aussieht, als je zuvor. Verlassene Städte, rostige Fabriken, dichte Wälder und trostlose Sümpfe – die Umgebung strotzt nur so vor Details, die sowohl faszinieren als auch bedrücken. Egal, wo du dich gerade befindest, die Zone gibt dir das Gefühl, dass sie dich beobachtet – dass du ein Fremder bist, der in ihrer Welt nichts zu suchen hat.

Im Gegensatz zu den Vorgängern bietet STALKER 2 eine komplett nahtlose Open World. Es gibt keine Ladebildschirme mehr zwischen den verschiedenen Bereichen, was das Erkunden der Zone noch immersiver macht. Und erkunden wirst du – denn die Zone ist riesig. Von den ikonischen Ruinen von Pripyat bis zu neuen, bislang unerforschten Regionen erstreckt sich eine Welt voller Geheimnisse, Gefahren und Geschichten.

Dabei ist die Zone mehr als nur eine Kulisse. Dank eines dynamischen Ökosystems verändert sie sich ständig. Stalker-Gruppen kämpfen um Ressourcen, Mutanten wandern auf der Suche nach Beute, und die tödlichen Anomalien scheinen ein Eigenleben zu haben. Besonders die Wetter- und Lichteffekte tragen zur unheilvollen Atmosphäre bei: Wenn ein radioaktiver Sturm aufzieht, der Himmel in einem unnatürlichen Grün erstrahlt und dein Geigerzähler wild tickt, willst du nur noch irgendwo Schutz finden – und beten, dass du es rechtzeitig schaffst.

Survival pur: Dein härtester Feind bist du selbst

STALKER 2 macht keine Kompromisse, wenn es um das Thema Überleben geht. Jede Entscheidung, die du triffst, kann über Leben und Tod entscheiden. Deine Ressourcen sind begrenzt, Munition ist Mangelware, und selbst die Nahrung, die du findest, könnte radioaktiv verseucht sein. Die Survival-Mechaniken des Spiels sind gnadenlos und lassen kaum Raum für Fehler.

Ein zentrales Element ist der Umgang mit Strahlung. Du bist ständig damit beschäftigt, deinen Geigerzähler im Auge zu behalten, radioaktive Zonen zu meiden oder Schutzanzüge und Medikamente zu nutzen, um die Strahlung zu bekämpfen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Die besten Ressourcen – wie wertvolle Artefakte – befinden sich oft in den gefährlichsten Gebieten der Zone. Diese Artefakte, die durch die Anomalien entstehen, bieten dir zwar mächtige Vorteile wie erhöhte Ausdauer, Tragfähigkeit, oder Schutz vor Strahlung, doch sie zu bergen, ist oft lebensgefährlich.

Auch deine Ausrüstung will gepflegt werden. Waffen verschleißen mit der Zeit und können im schlimmsten Fall unbrauchbar werden, wenn du sie nicht rechtzeitig reparierst. Zudem musst du regelmäßig Nahrung und Wasser zu dir nehmen, was eine zusätzliche Herausforderung darstellt – insbesondere, wenn du mitten in der Wildnis gestrandet bist und deine Vorräte zur Neige gehen.

Die Kämpfe in STALKER 2 sind ein weiteres Highlight. Gegner – sei es Mensch oder Mutant – sind tödlich, und die realistische Ballistik macht jede Auseinandersetzung zu einem nervenaufreibenden Erlebnis. Schüsse haben ein spürbares Gewicht, und ein einziger Fehler kann dich das Leben kosten. Besonders beeindruckend ist die KI, die sowohl Feinde als auch NPCs dazu bringt, clever zu agieren. Gegner nutzen Deckung, versuchen, dich zu flankieren, und reagieren dynamisch auf deine Aktionen.

Die Anomalien und ihre tödliche Schönheit

Ein Markenzeichen der STALKER-Reihe sind die Anomalien, physikalische Phänomene, die durch die Katastrophe von Tschernobyl verursacht wurden. Diese gefährlichen Zonen können alles Mögliche sein: von unsichtbaren Gravitationsfallen, die dich in den Tod reißen, bis hin zu tödlichen Energiestrahlen, die jeden, der ihnen zu nahe kommt, pulverisieren.

Anomalien sind nicht nur eine Gefahr, sondern auch ein Rätsel. Sie zu verstehen und zu umgehen, gehört zu den spannendsten Aspekten des Spiels. Du kannst verschiedene Werkzeuge wie Bolzen oder Detektoren verwenden, um ihre Positionen zu lokalisieren, doch selbst mit der besten Ausrüstung bleibt ein Restrisiko. Besonders in der Dunkelheit sind Anomalien schwer zu erkennen, was das Erkunden bei Nacht zu einem echten Nerventest macht.

Doch wo Gefahr ist, lauert auch die Verlockung: In den gefährlichsten Anomalien befinden sich oft die wertvollsten Artefakte. Es liegt an dir, zu entscheiden, ob das Risiko es wert ist.

Eine Geschichte voller Geheimnisse und Entscheidungen

Die Handlung von STALKER 2: Heart of Chornobyl dreht sich um Skif, einen erfahrenen Stalker, der nach einem Verrat in die Zone zurückkehrt, um die Wahrheit herauszufinden. Doch wie es sich für STALKER gehört, ist die Hauptgeschichte nur ein Teil des Erlebnisses. Die Zone selbst erzählt die spannendsten Geschichten.

Verlassene Gebäude, alte Tagebücher, Funkübertragungen – überall findest du Hinweise auf das Leben in der Zone, auf die Schicksale der Menschen, die hier gestrandet sind, und auf die Geheimnisse, die sie umgibt. Die Hauptmissionen führen dich zu einigen der gefährlichsten Orte der Zone, während die zahlreichen Nebenquests dir die Möglichkeit geben, die Welt noch tiefer zu erforschen.

Besonders beeindruckend ist, wie deine Entscheidungen den Verlauf des Spiels beeinflussen. Schließt du dich einer der Fraktionen an, oder bleibst du neutral? Hilfst du einem verzweifelten Stalker, der in einer Falle sitzt, oder überlässt du ihn seinem Schicksal? Jede Wahl hat Konsequenzen, und nicht selten wirst du dich fragen, ob du die richtige Entscheidung getroffen hast.

Die Fraktionen – von der fanatischen Monolith-Sekte bis zur anarchistischen Freedom-Bewegung – spielen eine zentrale Rolle im Spiel. Jede hat ihre eigene Philosophie, ihre eigenen Ziele und ihre eigenen Konflikte. Doch egal, auf wessen Seite du stehst, eins ist sicher: In der Zone kannst du niemandem wirklich vertrauen.

Technische Glanzlichter und Schattenseiten

Auf technischer Ebene beeindruckt STALKER 2 in vielerlei Hinsicht. Die Grafik ist atemberaubend, mit unglaublich detaillierten Umgebungen, realistischen Lichteffekten und einer Atmosphäre, die ihresgleichen sucht. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Zone bei Nacht: Der Mond scheint durch die Baumkronen, Schatten tanzen über verlassene Gebäude, und in der Ferne hörst du das unheimliche Knurren eines Mutantenrudels.

Leider ist STALKER 2 nicht perfekt. Besonders auf technischer Ebene gibt es noch einiges zu tun. Selbst auf leistungsstarken PCs läuft das Spiel nicht immer flüssig, und die Frame-Einbrüche in grafisch anspruchsvollen Szenen können den Spielfluss erheblich stören.

Auch die Bugs sind ein zweischneidiges Schwert. Manche sind einfach nur nervig, wie Gegner, die in Wänden stecken bleiben. Andere sind unfreiwillig komisch, wie ein Mutant, der plötzlich anfängt, durch die Luft zu fliegen. Doch egal, ob lustig oder frustrierend – sie reißen dich aus der ansonsten so immersiven Erfahrung heraus.

GSC Game World hat jedoch bereits versprochen, kontinuierlich Updates und Patches bereitzustellen, um diese Probleme zu beheben. Angesichts der schwierigen Umstände, unter denen das Spiel entwickelt wurde, ist es dennoch beeindruckend, was das Team erreicht hat.

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[pixelcritics.com] · 14.12.2024 · 21:46 Uhr
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