So könnten Betrüger mit Pay-Domains abkassieren
Es ist besser, wenn die Pay-Domain Ihrer Firma gehört
Koeln, 29.05.2026 (PresseBox) - Als Herr Weber an einem Montagmorgen die Bezahlseite der Lohmann AG überprüft, bleibt sein Blick einen Moment länger an der Adresszeile hängen, als gewöhnlich. Seit Jahren führen die Kunden des Unternehmens ihre Zahlungen über eine vertraute Seite aus, wählen zwischen Kreditkarte, Überweisung oder Wallet-Dienst. Alles funktioniert. Und doch lässt ihn ein Gedanke nicht los.
Was, wenn eines Tages jemand lohmann.pay registriert?
In seiner Vorstellung entsteht binnen Sekunden ein unangenehmes Szenario: Eine täuschend echte Webseite, vertraute Farben, bekannte Produktbilder – und Kunden, die ihre Zahlungsdaten an die falsche Adresse schicken. Für Herr Weber, Leiter der IT-Abteilung, ist die neue Endung .pay deshalb weit mehr als eine technische Neuigkeit. Sie ist Chance und Risiko zugleich.
Als er das Thema mit Frau Neumann aus der Rechtsabteilung bespricht, folgt die nächste Ernüchterung. Die Lohmann AG hat ihren Namen zwar über Jahrzehnte aufgebaut – aber nie als Marke registriert. Ausgerechnet jetzt könnte sich das rächen. Denn bei neuen Domainendungen entscheidet in der frühen Einführungsphase oft nicht die Bekanntheit eines Namens, sondern das Vorhandensein eingetragener Markenrechte.
Und genau hier beginnt die Geschichte der neuen Pay-Domains.
Wer Kunden auf eine Bezahlseite führen möchte, findet in der Pay-Domain ein beinahe idealtypisches digitales Schild. Die Endung erklärt bereits in der Adresse, worum es geht: bezahlen, abrechnen, transagieren. Gerade deshalb gilt sie als eine der besonders begehrten neuen Domainendungen.
Nun hat die Registry eine wichtige Änderung bekanntgegeben: Die Sunrise-Phase der Pay-Domains wurde verlängert. Sie endet jetzt am Montag, dem 20. Juli, um 12:59 UTC. Der Start der anschließenden Launch Phase LRP1 wurde auf Montag, den 20. Juli, 13:00 UTC verschoben.
Für Unternehmen bedeutet diese Verlängerung mehr als nur eine Terminverschiebung. Sie schafft Zeit. Kostbare Zeit.
Denn die Sunrise-Phase ist traditionell die entscheidende Phase bei der Einführung neuer Domains. In diesem Zeitraum dürfen Markeninhaber ihre Namen exklusiv registrieren – bevor die allgemeine Registrierung beginnt und die begehrtesten Begriffe innerhalb kürzester Zeit verschwinden.
Gerade bei aufmerksamkeitsstarken Endungen wie den Pay-Domains zeigt sich jedoch ein verbreitetes Problem: Viele Firmen verfügen über bekannte Unternehmensnamen, Produktbezeichnungen oder Projekte, haben diese aber nie als Marke eintragen lassen. Ohne Marke bleibt der Zugang zur Sunrise-Phase normalerweise verschlossen.
Für Unternehmen wie die Lohmann AG ist das jedoch nicht zwangsläufig das Ende der Geschichte.
Die Secura GmbH ([email protected]) bietet Unternehmen die Möglichkeit, jetzt noch kurzfristig die erforderliche Markenanmeldung zu organisieren, um dennoch an der Sunrise-Phase teilnehmen zu können. Auf Wunsch übernimmt Secura den gesamten Ablauf – von der Markenanmeldung über die Eintragung beim Trademark Clearinghouse bis zur Registrierung der gewünschten Pay-Domain.
Für Herr Weber und Frau Neumann verändert diese Information die Lage schlagartig. Aus einem drohenden Risiko wird eine Handlungsmöglichkeit.
Denn in der Welt neuer Domains entscheidet Geschwindigkeit oft über Sichtbarkeit, Vertrauen und digitale Sicherheit. Wer früh handelt, schützt nicht nur seine Marke. Er verhindert zugleich, dass Wettbewerber, Wiederverkäufer oder Dritte attraktive Begriffe besetzen.
Und manchmal beginnt dieser Schutz mit einer einfachen Erkenntnis: Eine Domain ist längst nicht mehr nur eine Internetadresse. Bei einer Endung wie .pay kann sie zum direkten Zugangspunkt zwischen Unternehmen, Vertrauen und Zahlung werden.
Hans-Peter Oswald


