Das Mark-Ruffalo-Paradox: ARD setzt erneut auf «Vergiftete Wahrheit»

Das Justizdrama mit Mark Ruffalo kehrt ins KinoFestival im Ersten zurück, könnte wegen der Fußball-WM aber kurzfristig aus dem Programm verschwinden.
Das Erste zeigt am 5. Juli um 23.50 Uhr erneut den US-Film Vergiftete Wahrheit («Dark Waters») im Rahmen des KinoFestival im Ersten. Das Justizdrama von Regisseur Todd Haynes basiert auf dem realen Fall des Anwalts Robert Bilott, der gegen den Chemiekonzern DuPont vorging und dabei einen der größten Umweltskandale der USA aufdeckte. In der Hauptrolle ist Mark Ruffalo zu sehen, unterstützt von Anne Hathaway und Tim Robbins.
Der Film erzählt die Geschichte des Wirtschaftsanwalts Robert Bilott, der Ende der 1990er-Jahre eigentlich große Unternehmen vertritt, dann aber auf einen Farmer aus West Virginia trifft, dessen Kühe offenbar durch Chemikalien vergiftet werden. Bei seinen Nachforschungen stößt Bilott auf systematische Umweltverschmutzung und massive Gesundheitsgefahren. Das Drama basiert auf einem Artikel des The New York Times Magazine über den realen Anwalt.
Für Das Erste ist die Ausstrahlung allerdings mit Unsicherheiten verbunden. Durch die parallel laufende FIFA-Weltmeisterschaft 2026 könnte sich das Programm kurzfristig verschieben oder der Film sogar entfallen. Sportgroßereignisse sorgten in der Vergangenheit immer wieder für Anpassungen im späten Abendprogramm der ARD.
Auch quotentechnisch verliefen frühere Ausstrahlungen von «Vergiftete Wahrheit» eher durchwachsen. Bei der ersten Ausstrahlung Ende Dezember 2022 erreichte der Film ab 23.34 Uhr immerhin 0,49 Millionen Zuschauer und 5,5 Prozent Marktanteil beim Gesamtpublikum. In der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen wurden allerdings nur 2,6 Prozent Marktanteil erzielt. Noch schwächer lief die Wiederholung im April 2025, die erst um 00.08 Uhr startete und lediglich 0,21 Millionen Zuschauer sowie 4,4 Prozent Marktanteil erreichte.

