Japans größter Bitcoin-Inhaber verzeichnet Bewertungsverlust von 736 Millionen Dollar

Metaplanet meldete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Nettoverlust von 114,5 Milliarden Yen (etwa 725,6 Millionen Dollar), da sinkende Bitcoin-Preise zu erheblichen Bewertungsverlusten bei seinen Beständen führten.
Das Unternehmen verzeichnete einen ordentlichen Verlust von 114,9 Milliarden Yen (728 Millionen Dollar), der hauptsächlich durch Bewertungsverluste bei Bitcoin in Höhe von 116,3 Milliarden Yen (736 Millionen Dollar) verursacht wurde.
Quartalsverlust von Metaplanet
Trotz der Verluste konnte Metaplanet ein starkes operatives Wachstum verzeichnen. Der Nettoumsatz stieg im Jahresvergleich um 251,1 % auf 3,08 Milliarden Yen (19 Millionen Dollar), und der Betriebsgewinn erhöhte sich um 282,5 % auf 2,27 Milliarden Yen (14,3 Millionen Dollar). Die Einnahmen aus dem Bitcoin-Einkommensgenerierungsgeschäft, das Optionsprämienstrategien im Zusammenhang mit BTC-Derivaten umfasst, stiegen stark auf 2,54 Milliarden Yen.
Die Bitcoin-Bestände von Metaplanet erhöhten sich bis Ende März 2026 auf 40.177 BTC, gegenüber 35.102 BTC Ende Dezember 2025. Damit bleibt das Unternehmen das größte börsennotierte Unternehmen außerhalb der USA mit Bitcoin-Beständen.
Im Quartal setzte das Unternehmen die Kapitalbeschaffung durch die Ausgabe von Stammaktien, Vorzugsaktien, Aktienoptionsrechten und Bitcoin-gesicherten Kreditfazilitäten fort, um zusätzliche BTC-Käufe zu unterstützen.
Metaplanet gab außerdem bekannt, dass es eine Bitcoin-besicherte Kreditfazilität in Höhe von 500 Millionen Dollar gesichert hat und bis zum 13. Mai 2026 302 Millionen Dollar im Rahmen dieser Vereinbarung abgerufen hatte. Die Gesamtaktiva sanken bis Ende März auf 466,7 Milliarden Yen, verglichen mit 505,3 Milliarden Yen Ende 2025, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Bitcoin-Bewertungen.
“The Company will continue to accumulate Bitcoin, grow Bitcoin per share, and allocate capital with discipline. Over time, it intends to develop financing capabilities, operating businesses, and institutional relationships that make its Bitcoin position more productive and durable. This work sits inside a larger shift in how money and capital markets are organized. The Company intends to contribute to the development of Japan’s digital capital markets.”
Kontroverse um Metaplanets Offenlegungspraxis
Die Ergebnisse kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen online wegen seiner Bitcoin-Erwerbsstrategie und Offenlegungspraxis kritisiert wird. Anfang des Jahres verteidigte CEO Simon Gerovich die Strategie des Unternehmens und erklärte, dass alle Bitcoin-Käufe, Wallet-Adressen und Kreditvereinbarungen in Echtzeit offengelegt wurden.
Gerovich erklärte zudem, dass die Optionsstrategie des Unternehmens darauf abziele, BTC unter den Spotpreisen durch Prämieneinnahmen zu erwerben, anstatt auf kurzfristige Preisbewegungen zu spekulieren.

