Dow Jones geht in die Offensive: Old Economy im Aufwind
Nachdem der Dow Jones Industrial sich zu Beginn des Handels zögerlich zeigte, setzte der US-Leitindex am Donnerstag schließlich zu einem Aufwärtstrend an. Im Fokus der Investoren standen insbesondere traditionelle Industrietitel der sogenannten Old Economy. Die Aktien von Unternehmen wie Home Depot, Nike, Coca-Cola, Procter & Gamble und Caterpillar waren bei den Anlegern besonders gefragt und trugen zu einem Anstieg des Indexes um 0,55 Prozent auf 49.266,11 Punkte bei. Am Vortag hatte der Dow mit 49.621 Zählern ein Allzeithoch markiert, bevor die Kurse wieder leicht abrutschten. Die großen Sprünge blieben jedoch am Donnerstag aus, da der Arbeitsmarktbericht für Dezember nahte, welcher als konjunktureller Höhepunkt der Woche galt und potenzielle Auswirkungen auf die Zinserwartungen an den Kapitalmärkten nach sich ziehen könnte.
Der S&P 500, der den breiten US-Aktienmarkt abbildet, blieb mit 6.921,46 Punkten nahezu unverändert. An der Technologiebörse Nasdaq hingegen verzeichnete der Nasdaq 100 einen Rückgang um 0,57 Prozent auf 25.507,10 Zähler, da Investoren ihre Gewinne aus den jüngst stark gestiegenen Halbleiteraktien realisierten.
Ein bedeutender Aufschwung war im Rüstungssektor zu verzeichnen, der sich von den jüngsten Turbulenzen erholte. Vor allem das gesteigerte Militärbudget von 1,5 Billionen US-Dollar für das Jahr 2027 weckte unter Anlegern neue Hoffnungen auf höhere Gewinne in der Branche. Aktien von Lockheed Martin, General Dynamics, L3Harris und Northrop Grumman verbuchten Kursgewinne zwischen 1,7 und 5,2 Prozent.
Hingegen gerieten Alcoa-Aktien unter Druck und fielen um 2,6 Prozent, nachdem sie von JPMorgan auf "Underweight" herabgestuft wurden. Analyst Bill Peterson äußerte eine Präferenz für Kupferaktien in seinem Quartalsausblick und verwies auf die Bewertung der Alcoa-Aktien, die jüngst ein Hoch seit Juni 2022 erreicht hatten.
Die Papiere von Merck & Co stiegen um 2,2 Prozent an, nachdem Berichte der "Financial Times" über Verhandlungen des Pharmakonzerns mit Revolution Medicines hinsichtlich einer möglichen Übernahme aufkamen. Die Aktien des Therapieentwicklers verteuerten sich daraufhin um 4,6 Prozent.

