Wintersturm "Elli" legt Deutschland unter Schnee und Eis lahm
Der Wintersturm "Elli" hält Deutschland mit einer ungekannten Intensität in seinem eisigen Griff, begleitet von Glätte und ungewohnt starken Schneefällen. Nördlich der Elbe sorgt er nicht nur für spiegelglatte Straßen, sondern bremst auch den öffentlichen Verkehr empfindlich aus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor starken Behinderungen durch Schneeverwehungen und teils intensiven Schneefällen, insbesondere in den Staulagen der Mittelgebirge, wo bis zu 20 Zentimeter Neuschnee erwartet werden.
Die Schwere der winterlichen Bedingungen macht sich auch im Verkehr deutlich bemerkbar. Autobahnen wie jene im Landkreis Bad Kissingen werden zur Herausforderung. Hier kämpften sich zwei Dutzend Lastwagen durch den Schnee, während das Technische Hilfswerk (THW) zur Hilfe eilte. Auch der Busverkehr ist in vielen Regionen stark eingeschränkt worden, um Unfälle zu vermeiden.
Besondere Vorsicht ist derzeit auf den Bahngleisen geboten, denn der Fernverkehr ist von Verspätungen und Ausfällen betroffen. Strecken wie Kopenhagen-Hamburg und Berlin-Rostock sind nicht mehr ohne Weiteres passierbar. Trotz aller Vorsorge wie beheizte Weichen in Bayern, bleibt die Deutsche Bahn gegen Wetterkapriolen nicht vollkommen gefeit. Auch der Fährverkehr an der Nordseeküste ist massiv gestört, mehrere Inseln sind momentan nicht per Schiff zu erreichen.
Der Wintersturm sorgt überdies für "Schneefrei" an zahlreichen Schulen in Deutschland, insbesondere in den Bundesländern Hamburg, Niedersachsen und Teilen Schleswig-Holsteins. Der Unterricht wird oft in den digitalen Raum verlagert, während die Jüngsten in der Notbetreuung betreut werden. Für viele Schüler und ihre Eltern wird der Sturm damit zum unerwarteten, aber durchaus willkommenen Grund für eine kleine Auszeit vom Schulalltag.

