Überraschende Entwicklung: Arbeitslosigkeit in der Eurozone sinkt
Die Eurozone überrascht im November mit einer unerwarteten positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt. Entgegen den Prognosen der Experten, die von einem unveränderten Stand von 6,4 Prozent ausgegangen waren, sinkt die Arbeitslosenquote auf 6,3 Prozent, wie Eurostat am Donnerstag auf Basis harmonisierter Daten aus Luxemburg berichtete.
Im gesamten Vergleichszeitraum liegt die Arbeitslosigkeit auf einem historisch niedrigen Niveau. Lag die Arbeitslosenquote ein Jahr zuvor noch bei 6,2 Prozent, geht die Zahl der Arbeitslosen weiterhin leicht zurück. Konkret reduzierte sich im November die Zahl der Arbeitssuchenden um 71.000 Personen auf nun insgesamt 10,937 Millionen. Im Jahresvergleich zeigt sich jedoch ein Anstieg um 253.000 Arbeitslose.
Besonders in den Mitgliedsstaaten der Eurozone gibt es ausgeprägte Unterschiede bei der Arbeitslosenquote. Spanien sticht mit einer Quote von 10,4 Prozent als besonders herausfordernder Markt hervor, während Deutschland mit einer Quote von 3,8 Prozent zu den Ländern mit den niedrigsten Arbeitslosenzahlen gehört. Diese Diskrepanz offenbart die unterschiedliche Lage auf den nationalen Arbeitsmärkten, verstärkt durch die von Eurostat angewandte Harmonisierungsmethode, die auf den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation basiert und deshalb von nationalen Berechnungen abweichen kann.

