Sabotageverdacht bei Brand in wichtigem Kabelkanal: Ermittlungen laufen
Im Herzen Nordrhein-Westfalens ist es auf einer zentralen Bahnstrecke zu einem folgenschweren Vorfall gekommen. Die Polizei ermittelt wegen eines Sabotageakts, nachdem in einem Kabelkanal zwischen Duisburg und Düsseldorf ein Brand ausgebrochen war. Diese Verbindung zählt mit bis zu 800 Verbindungen täglich im Fernverkehr zu den wesentlichen Verkehrsachsen Deutschlands.
Erneutes Aufsehen erregt ein auf der Plattform Indymedia veröffentlichtes Bekennerschreiben, das von einem „Kommando Angry Birds“ stammt. Die Behörden in Düsseldorf bestätigen das Vorliegen des Schreibens, doch bleibt die Echtheit unklar. Ermittler arbeiten an der Überprüfung des Dokuments, wobei häufig Trittbrettfahrer in solchen Szenarien auftreten.
Der Bahnverkehr erfährt durch den Brand massive Störungen. Diese sind nicht nur auf die Reparatur-komplexität, sondern auch auf die entstandenen Schäden an zwei weiteren Kabeln zurückzuführen. Trotz der Bemühungen der Feuerwehr und Bahnmitarbeiter, die den Brand zügig ablöschen konnten, wird von einer bis Freitag anhaltenden Störung ausgegangen.
Zur Entlastung der betroffenen Strecke wurde ein Bus-Pendelverkehr eingerichtet. Zudem wird die parallel verlaufende Gütertrasse in Duisburg-Wedau als temporäre Ausweichroute genutzt, während der Fernverkehr über Wuppertal umgeleitet wird. Dennoch bleiben zahlreiche Reisende in Duisburg und Düsseldorf gestrandet, was zu erheblichen Zugausfällen und Verspätungen führt.
Die betroffenen ICE-Strecken umfassen Verbindungen nach Berlin und Frankfurt am Main sowie Richtung Norden, Süden und in die Niederlande. Auch im Nahverkehr sind zahlreiche Linien beeinflusst, darunter die S-Bahnen und Regionalzüge, was besonders die Anreise zum Düsseldorfer Flughafen verkompliziert.

