Eurozonen-Inflation gleitet sanft auf EZB-Zielmarke
Die Inflationsrate in der Eurozone hat sich zum Ende des vergangenen Jahres beruhigt und den Finanzexperten ein erwartetes Bild geboten. Laut einer Erstanalyse von Eurostat stiegen die Verbraucherpreise im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um lediglich 2,0 Prozent. Noch im November lag die Teuerungsrate leicht darüber bei 2,1 Prozent, was die Märkte jedoch bereits einkalkuliert hatten.
Dieser Rückgang ist ein erfreuliches Signal für die Europäische Zentralbank, da die Inflationsrate die von ihr angestrebte Marke von zwei Prozent erreicht hat. Dieses Ziel gilt als Maß für Preisstabilität, das die Zentralbank auf mittlere Sicht verfolgt.
Ein erheblicher Faktor für die abgeschwächte Inflation waren die abnehmenden Energiekosten, bei denen Destatis für den Dezember einen Preisrückgang von 1,9 Prozent im Jahresvergleich vermeldete. Allerdings sank die Kerninflationsrate, die volatile Komponenten wie Energie und Lebensmittel ausklammert, nur leicht von 2,4 auf 2,3 Prozent.
Die Europäische Zentralbank sah bislang keinen Anlass, die Leitzinsen zu verändern, und auch für die nahe Zukunft rechnen die Wirtschaftsexperten nicht mit einer Anpassung der Zinsstrategie.

