Redcare Pharmacy: Wachstum mit E-Rezepten sorgt für gemischte Marktreaktionen
Die Online-Apotheke Redcare Pharmacy verzeichnete im Jahr 2025 ein beachtliches Umsatzwachstum, getrieben durch die Einführung elektronischer Rezepte in Deutschland. Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Umsatz um 24 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch blieb das Wachstum im letzten Quartal hinter den Erwartungen zurück.
Analysten hatten im Durchschnitt mit besseren Ergebnissen gerechnet, was zu einer negativen Reaktion an der Börse führte. Zu Beginn des Handelstages fiel der Aktienkurs von Redcare um über acht Prozent auf 65,80 Euro, nachdem er in den letzten 12 Monaten bereits fast die Hälfte seines Wertes verloren hatte.
Analyst Martin Comtesse von Jefferies beschrieb die Situation als durchwachsen. Der Rückgang der Umsätze mit rezeptfreien Medikamenten während der Grippesaison sei enttäuschend, auch wenn der Bereich der E-Rezepte die gesetzten Ziele für 2025 erreichte. Volker Bosse von der Baader Bank bewertete die vorläufigen Umsatzzahlen als solide, trotz eines leichten Rückstands gegenüber den Erwartungen. Die nachlässigeren Umsätze bei rezeptfreien Medikamenten seien dafür verantwortlich.
Dennoch zeigt sich Redcare auf einem vielversprechenden Weg, um die Marktführerschaft im europäischen Online-Apothekensektor, insbesondere in Deutschland, auszubauen. Der Umsatz mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) stieg von 750 Millionen Euro im Vorjahr auf 1 Milliarde Euro. Den Großteil erwirtschaftete Redcare in Deutschland. Der Umsatz bei nicht verschreibungspflichtigen Medikamenten erhöhte sich von 1,6 auf 1,9 Milliarden Euro.
Laut Konzernchef Olaf Heinrich hat Redcare seine führende Rolle beim E-Rezept in Deutschland weiter gestärkt. Die Zahl der aktiven Kunden stieg 2025 um 1,4 Millionen auf insgesamt 13,9 Millionen. Der Geschäftsbericht für das Jahr 2025 soll am 4. März veröffentlicht werden.

