Optimismus auf Sparflamme: US-Börsen im Ruhemodus vor Arbeitsmarktbericht
An den US-amerikanischen Börsen war am Donnerstag für Optimisten nur wenig Grund zur Freude zu finden. Nachdem der Dow Jones Industrial zur Wochenmitte einen Rückgang von fast einem Prozent verzeichnete, zeigen sich Investoren weiterhin abwartend. Im Vorfeld des mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktberichts für Dezember, der am Freitag veröffentlicht wird, verharren sie in vorsichtiger Zurückhaltung. Der Dow schaffte es im frühen Handel, sich mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 49.053 Punkten zu behaupten.
Der S&P 500 hingegen musste einen leichten Verlust von 0,1 Prozent auf 6.913 Zähler hinnehmen. Noch deutlicher fielen die Verluste an der Technologiebörse aus; der Nasdaq 100 sank um 0,8 Prozent auf 25.459 Punkte.
Trotz merklicher Kursgewinne im Rüstungssektor konnte diese Erholung an der Wall Street das Gesamtbild nicht entscheidend verbessern. Branchenwerte hatten am Vortag noch unter der von US-Präsident Donald Trump vorgeschlagenen Einschränkung von Dividendenausschüttungen und Aktienrückkäufen gelitten. Doch die angekündigte Anhebung des Militärbudgets auf 1,5 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2027 weckte Optimismus unter den Anlegern.
Von diesem Nachrichtenimpuls profitierten die Aktien großer US-amerikanischer Rüstungskonzerne wie Lockheed Martin, RTX, L3Harris und Northrop Grumman, die zwischen 5 und 10 Prozent zulegten. Im Gegensatz dazu gerieten die Aktien von Alcoa mit einem Minus von 6,5 Prozent unter Druck. JPMorgan stufte den Aluminiumkonzern auf 'Underweight' herunter, da Analyst Bill Peterson künftig Kupferaktien gegenüber Aluminium favorisiert. Er verwies zudem auf die kürzlich erreichte Bewertungshöhe der Alcoa-Aktien, die zuletzt Höchststände seit Juni 2022 erzielt hatten.

