Markterholung im Ölsektor: Preise steigen nach US-Intervention in Venezuela
Die Ölpreise haben am Donnerstag merklich zugelegt und setzten damit die Aufwärtsbewegung fort, die bereits in den Morgenstunden begonnen hatte. Für ein Fass der Nordseesorte Brent, lieferbar im März, wurden zuletzt 61,06 US-Dollar verlangt, was einem Anstieg um 1,10 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.
Auch der Preis für ein Fass der US-Sorte WTI mit Februar-Lieferung stieg, und zwar um 95 Cent auf 56,94 Dollar. Händler führten die Preissteigerungen auf eine Marktreaktion zurück, nachdem frühere Gerüchte über ein erhöhtes Angebot aus Venezuela die Notierungen belastet hatten.
Anlässlich eines kürzlich erfolgten US-Militäreinsatzes in Caracas hatte die amerikanische Regierung schnell die venezolanische Ölindustrie ins Visier genommen. US-Präsident Donald Trump kündigte an, dass das südamerikanische Land zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl an die USA liefern werde.
Energiesekretär Chris Wright erklärte zudem, dass die USA planen, den Handel mit venezolanischem Öl zu steuern, was durch den Verkauf von bestandsgelagerter Rohware geschehen solle. Gleichzeitig verhandelt die staatliche Ölgesellschaft Petroleos de Venezuela SA (PDVSA) mit der US-Regierung über den Ölverkauf, wobei man sich an einem Modell orientiert, wie es bereits mit Chevron, dem einzigen größeren US-Ölkonzern im Land, existiert. Eine Meldung des 'Wall Street Journal' besagt, dass die USA durch diesen Plan eine bestimmte Kontrolle über PDVSA erlangen könnten.

