Klimawandel: Hoffnungsschimmer am Horizont der Energiewende
Inmitten der globalen Klimakrise zeigt sich ein Lichtblick am Energiehorizont. UN-Generalsekretär António Guterres äußerte sich optimistisch während eines Treffens am Rande der UN-Generaldebatte in New York. Er sprach von einer bevorstehenden "neuen Energie-Ära", die es zu nutzen gelte. Besonders bemerkenswert seien die Fortschritte von China und Indien, die ihre Ziele beim Ausbau erneuerbarer Energien schneller als erwartet erreichen konnten. Laut Guterres wurden 2022 weltweit doppelt so viele Investitionen in saubere Energien getätigt wie in fossile Brennstoffe - trotz erheblicher Subventionen für letztere.
Dieses Zusammenkommen dient als Vorbereitung auf die bevorstehende Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien. Nations sind aufgefordert, bis Ende des Monats verbesserte Klimaschutzpläne vorzulegen. Guterres warnte eindringlich, dass die derzeitigen Pläne lediglich zu einer Reduktion der Treibhausgasemissionen um 2,6 Prozent bis 2030 führen würden, während laut UN-Berechnungen eine Reduktion um 43 Prozent nötig sei. Neue Pläne für 2035 mit "dramatischen Emissionssenkungen" seien unverzichtbar.
Die kleinen Inselstaaten, von den steigenden Meeresspiegeln bedroht, machten deutlich, dass ein Versagen der internationalen Gemeinschaft ein "Verrat an den Schwächsten" wäre. Ilana Seid aus Palau mahnte die Weltgemeinschaft zur Verantwortung und richtete dabei auch einen besonderen Appell an die Europäische Union. Diese steht in der Kritik, da sie ohne einen konkreten Klimaschutzplan, sondern lediglich mit einer Absichtserklärung zur Versammlung kam. Allerdings unterstrich EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den ambitionierten Kurs Europas im Klimaschutz und versprach die Einreichung eines offiziellen Plans noch vor Beginn der COP30.
Bereits jetzt zeigt sich, dass die Erde sich um 1,3 bis 1,4 Grad erwärmt hat, wodurch das Ziel aus dem Pariser Abkommen, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, gefährlich nahe gekommen ist.

