Nintendo verliert eine Legende: Super Mario- und Zelda-Veteran hört auf
Nintendo verliert einen seiner bedeutendsten Kreativköpfe. Takashi Tezuka, einer der wichtigsten Entwickler in der Geschichte des Unternehmens, wird sich aus seiner Rolle als Executive Officer zurückziehen (via Nintendo.co.jp). Der Schritt erfolgt am 26. Juni 2026. Damit endet beim japanischen Traditionsunternehmen ein Kapitel, das über 40 Jahre lang mit einigen der größten Spieleserien der Welt verbunden war.
Für viele Spieler ist der Name Tezuka vielleicht nicht so bekannt wie Shigeru Miyamoto, doch sein Einfluss auf Nintendo ist riesig. Er war an zahlreichen legendären Projekten beteiligt und prägte Reihen wie Super Mario, The Legend of Zelda und Yoshi entscheidend mit. Wenn heute von den goldenen Nintendo-Jahren gesprochen wird, steckt Tezukas Name fast immer irgendwo dahinter.
Ein Mann hinter einigen der größten Spiele aller Zeiten
Tezuka kam 1984 zu Nintendo. Damit war er Teil jener Generation, die das Unternehmen vom traditionellen Spielehersteller zum globalen Entertainment-Riesen machte. Schon früh arbeitete er an zentralen Klassikern mit. Zu seinen wichtigsten Stationen zählen unter anderem Super Mario Bros., The Legend of Zelda, Super Mario Bros. 3, Super Mario World und The Legend of Zelda: A Link to the Past.

The Legend of Zelda: A Link to the Past erschien dazumal 1991/1992 für das Super Nintendo Entertainment System (SNES). – Bild: Nintendo
Gerade diese Titel waren nicht einfach nur erfolgreich. Sie haben das Medium geprägt. Super Mario definierte das Jump-’n’-Run neu, Zelda setzte Maßstäbe für Abenteuer-Spiele, und viele dieser Ideen wirken bis heute nach. Dass Tezuka an so vielen dieser Meilensteine beteiligt war, zeigt, welchen Stellenwert er bei Nintendo hatte.
Auch später blieb er eine zentrale Figur. Er war an Yoshi’s Island beteiligt, half dabei, den Yoshi-Charakter mitzuprägen, und war noch in jüngerer Vergangenheit ein wichtiger Produzent. Zu seinen neueren Arbeiten zählt etwa Super Mario Bros. Wonder, das 2023 zeigte, wie frisch klassische 2D-Mario-Spiele auch heute noch sein können.
Natürlich ist Nintendo groß genug, um auch ohne Tezuka weiter erfolgreich zu sein. Doch solche Abgänge haben symbolisches Gewicht. Mit ihm geht nicht nur ein Manager, sondern ein Entwickler, der die kreative DNA des Unternehmens über Jahrzehnte mitgetragen hat. Wer (wie ich) mit einem SNES, NES oder Game Boy groß geworden ist, verbindet mit seinen Werken oft Kindheitserinnerungen. Dass nun einer der Männer hinter diesen Klassikern offiziell zurücktritt, fühlt sich deshalb fast wie das Ende einer ganzen Generation an.


