Dax vor magischer Schwelle: Ein weiterer Anlauf auf 25.000 Punkte
Der Dax steht kurz davor, den symbolischen Punktestand von 25.000 zu erreichen. Kurz vor der Eröffnung des Xetra-Handels am Mittwoch deutet der X-Dax auf einen Anstieg von 0,34 Prozent hin und signalisiert einen Stand von 24.978 Zählern. Nur 30 Punkte fehlten am Vortag zur runden Marke.
Der Marktanalyst Jochen Stanzl von der Consorsbank identifiziert mehrere Faktoren, die zu diesem Aufschwung führen. Besonders die Entspannung nach der US-Attacke auf Venezuela trägt bei. Darüber hinaus sehen Anleger sinkende Ölpreise am Horizont und zeigen vermehrt Interesse an Aktien außerhalb der USA. Stanzl spricht von einer anhaltenden "Neujahres-Rally" und hält einen Anstieg bis auf 25.300 Punkte für machbar.
Antrieb für den Dax kommt auch von der Wall Street. Der Dow Jones Industrial nähert sich der 50.000-Punkte-Grenze. Der EuroStoxx 50 in Europa versucht sich an der Marke von 6.000 Zählern. Am Mittwoch richten sich die Blicke auf amerikanische und europäische Wirtschaftsdaten, darunter der ADP-Jobbericht und Inflationszahlen der Eurozone. Die Commerzbank erwartet eine Inflationsrate nahe dem Ziel von 2 Prozent, was die EZB in ihrer Politik der Zinsstabilität bestärken dürfte.
In Deutschland fiel die Inflation im Dezember unerwartet stark, doch half dies dem Dax nicht, die 25.000-Punkte-Schwelle zu überschreiten. Unter den Unternehmen im Fokus stehen Redcare Pharmacy und Grenke. Letzteres konnte im Jahr 2025 trotz eines schwachen vierten Quartals ein Wachstum im Neugeschäft verzeichnen. Der Handel im Vorfeld auf Tradegate zeigt eine leichte Erholung.
Redcare Pharmacy sah 2025 ein Wachstum aufgrund elektronischer Rezepte in Deutschland, blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem stieg der Kurs auf Tradegate um über 1 Prozent. Siemens und Nvidia verstärken ihre Kooperation auf dem Gebiet der Künstlichen Intelligenz, was die Siemens-Aktien im Vorfeld ebenfalls steigen ließ.
Analysten revisierten zudem ihre Bewertungen für Evonik, Tui, Bayer und Lufthansa. Berenberg stufte Evonik herab, was einen Rückgang auf Tradegate zur Folge hatte. Ähnliches erlebten Tui-Aktien nach einem negativen Ausblick von Peel Hunt. Im Gegensatz dazu reagierten Lufthansa und Bayer positiv auf neue "Overweight"-Bewertungen.

