Westcoast-Vibes am Gamepad: Warum der Turtle Beach Pacific Skyline Controller mehr kann als nur hübsch auszusehen
Turtle Beach haut mal wieder ein Sonderedition-Pad raus, aber der Pacific Skyline Wireless Controller ist kein 08/15-Lackierversuch. Das Ding feiert die kalifornische Heimat des Herstellers – in Pastell, mit Palmen und einer versteckten Skyline, die im Dunkeln leuchtet. Während der Markt für Xbox-Controller zwischen den 60 Euro Standardpads und den 180 Euro Pro-Controllern klafft, besetzt Turtle Beach mit dem 89,99 Euro Stück eine kluge Nische. Denn unter der hübschen Schale stecken echte Hausnummern.
TMR-Sticks, RGB-Skyline und zwei Rumble-Kanäle – das steckt im Pacific Skyline
Was auf den ersten Blick wie ein modisches Liebhaberstück wirkt, entpuppt sich als technisch solides Gesamtpaket. Die verbauten TMR-Thumbsticks (Tunneling Magnetoresistance) sind kein Marketing-Gag – die Dinger arbeiten berührungslos und sollen damit den gefürchteten Stick-Drift in die Schranken weisen. Genau diese Technologie hat Turtle Beach kürzlich auch dem Rematch Wireless Controller für die Switch 2 spendiert, und sie macht einen spürbaren Unterschied bei zackigen Flick-Shots und präzisem Aiming.
Dazu gesellen sich zwei Rumble-Motoren, Impuls-Trigger für dynamisches Feedback in Rennspielen und Shootern sowie zwei belegbare Rücktasten. Über sechs individuell ansteuerbare RGB-Zonen lässt sich die verborgene Skyline zum Leben erwecken – ob in entspannten Pastelltönen oder knalligem Neon, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die Verbindung läuft wahlweise über den beiliegenden USB-Sender für Xbox und Windows oder via Bluetooth für Android.
Für wen lohnt sich der Griff zum 90 Euro Pad?
Die entscheidende Frage ist: Bietet der Pacific Skyline genug, um neben einem Xbox Series Controller oder gar einem Elite Series 2 zu bestehen? Die Antwort ist ein klares Jein. Wer auf der Jagd nach dem Letzten an Wettbewerbsvorteil ist und vier Paddles oder austauschbare Sticks braucht, greift besser zum Victrix Pro BFG – den wir hier genau unter die Lupe genommen haben.
Doch der Pacific Skyline spielt in einer anderen Liga: Er ist der Controller für Leute, denen ihr Setup etwas bedeuten muss. Für Gamer, die keinen Bock auf das Standard-Schwarzgrau der Konkurrenz haben und bereit sind, für ein individuelles Westcoast-Design plus TMR-Technik knapp 90 Euro auf den Tisch zu legen. Erhältlich ist er exklusiv im offiziellen Turtle Beach Shop – das limitiert die Auflage und macht ihn zur Sammler-Peripherie mit Substanz. Einziges Manko: Der fehlende Akku-Indikator auf der Vorderseite und die fehlende Hall-Effekt-Option, die etwa Victrix im Pro BFG bietet, trüben den Ersteindruck ein wenig.

