Intergalactic: The Heretic Prophet kommt „in ein paar Jahren“ – Schauspieler Kumail Nanjiani verrät mehr zum Release
Naughty Dogs erster Ausflug ins Science-Fiction-Genre ist seit der Ankündigung bei den Game Awards 2024 in aller Munde. Doch wann genau wir die Kopfgeldjägerin Jordan A. Mun durch die Weiten des Alls steuern dürfen, darüber hüllt sich das Studio bisher bedeckt. Bis jetzt. Ein wieder aufgetauchtes Interview mit Kumail Nanjiani, der im Spiel den Charakter Colin Graves spielt, sorgt für frische Spekulationen – und lässt einen Release frühestens Ende 2027 oder Anfang 2028 vermuten.
Ein Interview, das Wellen schlägt
Der Podcast „Comedy Means Business“ auf Deadline lief bereits Ende 2025, doch erst jetzt macht eine Aussage von Kumail Nanjiani richtig die Runde. Auf die Frage nach seiner Rolle in Intergalactic: The Heretic Prophet meinte der Schauspieler, das Spiel werde „in ein paar Jahren“ erscheinen und sei „wirklich, wirklich gut“. Klingt erstmal vage, aber mit Blick auf das Datum des Interviews ergibt sich ein klares Bild. Ende 2025 plus „ein paar Jahre“ – das deutet auf einen Releasefenster zwischen Spätherbst 2027 und Frühjahr 2028 hin. Bestätigt ist damit natürlich nichts, aber es reiht sich ein in eine Kette von Indizien.
Naughty Dog selbst hat mit Kreativdirektor Neil Druckmann bereits durchblicken lassen, dass man sich Zeit lassen will. Der in der Branche gefürchtete Crunch – also erzwungene Überstunden – hat das Studio zuletzt eingeholt, wie unser Bericht zu den sieben Wochen Zwangsarbeit zeigt. Ein Release unter Zeitdruck wäre da das letzte, was die Belegschaft braucht.
Was wir bisher über Naughty Dogs Sci-Fi-Abenteuer wissen
Die Vorfreude auf das neue Projekt ist riesig – und das aus gutem Grund. Naughty Dog ist kein Studio, das auf Nummer sicher geht. Nach zwanzig Jahren Uncharted und The Last of Us wagen sie mit Intergalactic: The Heretic Prophet den mutigen Schritt in ein völlig neues Universum. Die Hauptrolle der Kopfgeldjägerin Jordan A. Mun spricht Tati Gabrielle, die musikalische Untermalung kommt von Trent Reznor und Atticus Ross – also genau die Kombo, die schon für die düsteren Klänge von The Social Network und Watchmen verantwortlich zeichnete. Unser Blick auf die Enthüllung des Sci-Fi-Epos zeigt, wie ambitioniert das Projekt tatsächlich ist.
Die Handlung? Jordan strandet auf einem abgelegenen Planeten und jagt dort das berüchtigte Verbrechersyndikat der „Fünf Asse“. Der erste Trailer zeigte atemberaubende Bilder, jede Menge Retro-Futurismus und eine dichte Atmosphäre, die stark an Klassiker wie Cowboy Bebop erinnert. Dass der Trailer auch mit einigen Produktplatzierungen aufwartete, sorgte damals für gemischte Reaktionen – aber das dürfte am Ende zweitrangig sein, wenn das Gameplay stimmt.
Zwischen Geniekult und Überstunden-Debatte
Die Kehrseite der Medaille: Naughty Dog hat sich den Ruf eines Perfektionisten hart erarbeitet, aber der Preis dafür war schon immer hoch. Bloomberg berichtete kürzlich von verpflichtenden Überstunden für eine interne Demo, die den Publisher Sony von der Qualität des Titels überzeugen sollte. Eine Praxis, die nach den Enthüllungen rund um The Last of Us Part 2 eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Druckmann selbst sprach von der „aller, aller, allerersten Spitze des Eisbergs“, die im Enthüllungstrailer zu sehen war – das klingt nach einem Spiel, das noch ordentlich Form annimmt.
Nanjianis Aussage ist also kein offizielles Statement, aber sie ist das bislang konkreteste Indiz für den Zeithorizont. Offiziell bleibt es bei „wenn es fertig ist“. Die offizielle Webseite von Naughty Dog hält sich bedeckt – dort findet sich nur die Ankündigung ohne Datum. Wer wissen will, wie weit die Entwicklung fortgeschritten ist, muss sich wohl noch bis zur nächsten großen Show gedulden. Vielleicht ja bei den Game Awards Ende des Jahres?


