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Vulkangruppen: Rätseln der Berliner Sicherheitsbehörden setzt sich fort

05. Januar 2026, 13:35 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
Nach einem Brandanschlag auf die Stromversorgung in Berlin intensivieren Behörden die Untersuchungen gegen die Vulkangruppen.

Infolge eines erneuten Brandanschlags auf die Stromversorgung in bestimmten Berliner Stadtteilen rücken die sogenannten "Vulkangruppen" wieder in den Fokus polizeilicher Ermittlungen. Diese Gruppierungen, die im anarchistischen Spektrum des linksextremistischen Milieus verortet werden, sind nach Angaben des Verfassungsschutzes seit dem Jahr 2011 für eine Vielzahl von Angriffen auf die öffentliche Infrastruktur in Berlin und Brandenburg verantwortlich. Die Aktionen der Gruppen haben in mehreren Fällen zu massiven Strom- und Telekommunikationsausfällen geführt und den öffentlichen Nahverkehr erheblich beeinträchtigt. Trotz des signifikanten Schadensausmaßes bleibt das Wissen der Strafverfolgungsbehörden über die Täter selbst begrenzt.

Obwohl die Berichte des Verfassungsschutzes darauf hindeuten, dass eine ausgeprägt organisierte Struktur hinter den Taten steht, fehlt es an genauen Informationen zur Anzahl der beteiligten Mitglieder in Berlin. Auffällig ist die Praxis der Gruppen, Bekennerschreiben zu hinterlassen, die häufig mit wechselnden Namen isländischer Vulkane wie Grimsvötn, Katla oder Ok unterzeichnet sind – eine bewusste Anspielung auf die erheblichen Folgen des Vulkanausbruchs des Eyjafjallajökull im Jahr 2010. Diese Aktionen richten sich vornehmlich gegen Ziele wie Kabelschächte, Funkmasten und Firmenfahrzeuge, um auf die Verwundbarkeit der Infrastruktur aufmerksam zu machen.

Der Innenminister von Brandenburg, Michael Stübgen, hat in einer Erklärung betont, dass das Zentrum dieser Aktivitäten in Berlin verortet sei, während die Auswirkungen der Sabotageakte weit über die Stadtgrenzen hinaus reichen. Seit dem Jahr 2011 sind den Sicherheitsbehörden elf größere Tatkomplexe bekannt, darunter der markante Vorfall am Berliner Ostkreuz im Jahr 2011 und der umfangreiche Stromausfall in Charlottenburg im Jahr 2018. Besonderes Aufsehen erregte ein Verdachtsfall im Jahr 2021, der einen potenziellen Anschlag in der Nähe der Tesla-Baustelle zum Gegenstand hatte. Im Jahr 2024 sah sich der Autokonzern Tesla erneut mit Einschränkungen konfrontiert, als ein Strommast in Brand gesetzt wurde.

In Reaktion auf die anhaltende Bedrohung ermittelt nunmehr die Bundesanwaltschaft unter dem Verdacht des Terrorismus. Zu den jüngeren Vorfällen zählt ein Brandanschlag im exklusiven Berliner Villenviertel Dahlem im Mai 2025. Ob auch weitere Sabotageakte des Jahres auf das Konto der "Vulkangruppen" gehen, ist derzeit unklar. Dennoch weisen die politischen Subtexte der Bekennerschreiben unübersehbare Ähnlichkeiten auf, die auf eine eindeutige Handschrift der "Vulkangruppen" hindeuten könnten.

Politik / Vulkangruppen / Brandanschläge / Berlin / Sicherheitsbehörden / Infrastruktur / Extremismus
[InvestmentWeek] · 05.01.2026 · 13:35 Uhr
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