Verletzungen im Golfsport - wie es die Experten sehen

16. April 2019, 17:08 Uhr · Quelle: klamm.de

Nach jahrelangen Verletzungen, ist Tiger Woods mit seinem US-Masters Triumph zurück. Verletzungen sind in sämtlichen Sportarten keine angenehme Angelegenheit. Wenn im Fußball der Top-Spieler ausfällt, tut das zwar weh, ist aber oftmals im Kollektiv aufzufangen. Gleiches gilt für alle anderen Mannschaftssportarten. Im Individualsport wie Golf wird das im Vergleich deutlich schwieriger. Wer nur einen Schritt in die falsche Richtung unternimmt und am Ende ausfällt, kann nicht an den Turnieren teilnehmen. Die Forscher gingen Verletzungen im Golfsport zuletzt detailliert nach und kamen zu interessanten Ergebnissen, auf die wir hier näher eingehen möchten.

X-Faktor-Schwung kann zu Problemen führen

Foto: Betway

Die Maximierung des sportlichen Potentials scheint in den unterschiedlichen Sportarten noch immer nicht abgeschlossen zu sein. So geht es den Experten in den verschiedensten Disziplinen nach wie vor darum, die letzten Prozentpunkte aus den Athleten herauszukitzeln, um ihnen im Duell mit der Konkurrenz einen Vorteil zu verschaffen, was sowohl auf physischer als auch psychologischer Ebene geschehen kann. Im Golf gibt es dementsprechend ebenso einige Details, an denen die Spieler mit ihren Trainern arbeiten können. Eine davon liegt im Schwung, der im vergangenen Jahrzehnt große Verbesserungen mit sich brachte. So weit und mit so viel Kraft wurde in der Geschichte des Sports noch nie geschlagen. Sämtliche Faktoren spielen in diese Entwicklung hinein. Die moderne Technologie der Schläger und Bälle sowie verbessertes Training in den Bereichen Kraft sowie Ausdauer sorgten dafür, dass einige Designer von Golfplätzen in den Vereinigten Staaten laut Golfpost sogar einige Löcher, um der Entwicklung des Sports Rechnung zu tragen. Als Beispiel führt der Bericht mit Augusta einen der beliebtesten Plätze der Welt an. Nachdem schon 2001 rund 40 Meter hinzugefügt wurden, sollte das 13. Loch abermals um 50 Meter verlängert werden, um die Longhitter vor größere Herausforderungen zu stellen. Doch die aktuelle Zielsetzung bringt nicht nur bessere Ergebnisse und neue Rekorde mit sich, sondern hinterlässt ihre Spuren, wenn es um die Gesundheit geht. Die Frage, ob sich die Situation positiv auf die Sportler auswirkt, wird von Experten kritisch gesehen.

So kritisierte eine Studie vor allem den modernen X-Faktor-Schwung, der laut Betway . Er wird von den meisten Profis dazu eingesetzt, um zusätzliche Schlagdistanz zu gewinnen. Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg die höchste Geschwindigkeit am Schlägerkopf um circa 9,35 km/h (siehe Infografik). Schlug Bubba Watson 2009 noch mit 199,59 km/h ab, so war Cameron Champ im Jahr 2019 bereits mit 208,94 km/h unterwegs. Neben dem Masters-Favoriten McIlroy setzt auch Tiger Woods auf die Schlagtechnik. Insbesondere Woods' Verletzungshistorie zeigte nach anfänglichen Knieproblemen in den letzten Jahren vor allem viele Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich. Champ verpasste bereits ein Major-Turnier aufgrund von Rückenproblemen, während McIlroy ebenfalls immer wieder mit Schmerzen zu kämpfen hat.

Wo liegt das Problem des Schwungs?

Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Es ist kein Zufall, dass ausgerechnet die Profis, die den X-Faktor-Schwung am besten ausführen, mit Rückenproblemen zu kämpfen haben. Die Grundidee hinter dem Schwung ist eine einfache. Um zusätzliche Meter mit seinem Schlag zu erreichen, werden die Schultern weiter gedreht, als es bei der Hüfte der Fall ist. Durch den kräftigen Abschlag können die Bandscheiben und Gelenke beschädigt werden, während die Lendenwirbelsäule eine zusätzliche Belastung durch Überdehnung erfährt. Chiropraktiker Shane Lawlor arbeitet bereits seit einem Jahrzehnt mit einigen Golfprofis zusammen und ist der Meinung, dass Krafttraining zum Muskelaufbau und zur Stärkung der Wirbelsäule unumgänglich ist. Er unterstreicht vor allem, dass es eine gute Kommunikation zwischen Konditionstrainer und Mediziner geben muss, weil die jungen Sportler besonders betroffen sind.

„Der Trend ist jetzt, dass du mit 18 oder 19 Jahren einen starken Nachteil hast, wenn du nicht über 300 Yards schlagen kannst", sagt Lawlor und macht sich Sorgen um die Zukunft der Sportler. Angesichts wiederkehrender physischer Probleme könnten die Karrieren deutlich kürzer als geplant ausfallen. Er empfiehlt die abermalige Analyse der Situation in fünf bis zehn Jahren, um ein individuelles Urteil fällen zu können. Das richtige Krafttraining ist für einen jeden Golfer äußerst wichtig, um die Rückenmuskulatur zu stärken. Mit Mobilität und Stabilität muss der Athlet am Ende den auftretenden Kräften entgegentreten. Nicht immer ist laut des Iren das Training oder die Spielweise auf dem Platz Schuld an auftretenden Schmerzen. Selbst geringfügig erscheinende Details wie die Wahl des Kissens im Hotelzimmer können einen steifen Rücken oder Nacken nach sich ziehen und den Körper damit anfälliger für Verletzungen machen.

Zusammenfassend schätzen die Experten den X-Faktor-Schwung vor allem dann als gefährlich ein, wenn er nicht mit dem richtigen Kraft- und Ausdauertraining kombiniert wird. Alleine handelt es sich um eine Schwungbewegung, die durch die sehr eigene Positionierung der verschiedenen Körperteile größere Distanzen ermöglicht. Die aktuellen Spieler auf der PGA Tour zeigen dies statistisch belegbar in beeindruckender Art und Weise. Wie so oft ist eine ausreichende Balance zwischen Kraft-, Ausdauertraining sowie Entspannung nötig, wie Golfauskunft beschreibt, um Verletzungen vorzubeugen und eine möglichst lange sowie erfolgreiche Karriere zu ermöglichen. In einigen Jahren können wir zurückschauend sagen, wohin sich Woods oder McIlroy schließlich entwickelt haben.

Sport / Golf / Equipment
16.04.2019 · 17:08 Uhr
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