Uniswap-Gründer Hayden Adams weist Kritik an AMMs zurück

Hayden Adams, der Gründer von Uniswap, hat Vorwürfe zurückgewiesen, dass automatisierte Market Maker (AMMs) nicht nachhaltig seien. Am 6. Januar reagierte er auf X auf die Kritik, dass Liquiditätsanbieter (LPs) strukturell unterbezahlt seien.
Adams verteidigt AMMs gegen Kritik an Gebührenstrukturen
Die Diskussion begann, als der Händler GEE-yohm "LAMB-bear" Lambert äußerte, dass AMMs nicht nachhaltig sein könnten, da die Gebühren an die realisierte Volatilität gebunden seien, während Liquiditätsanbieter eine Konvexität verkaufen, die auf impliziter Volatilität basieren sollte. Diese Diskrepanz setze LPs bei großen Kursbewegungen einem Risiko aus, wodurch monatelange Gewinne innerhalb weniger Tage zunichtegemacht werden könnten.
Adams entgegnete mit einer detaillierten Widerlegung und argumentierte, dass AMMs in mehreren Marktsegmenten bereits besser abschneiden als Alternativen. Bei Paaren mit geringer Volatilität, wie etwa Stablecoins, bieten AMMs den Teilnehmern eine stabile Rendite mit günstigeren Kapitalkosten, was es ihnen ermöglicht, professionelle Firmen zu unterbieten.
Für Tokens mit hoher Volatilität und geringer Marktkapitalisierung seien AMMs oft die einzige skalierbare Struktur, wobei Projekte und frühe Unterstützer Liquidität bereitstellen, um Märkte zu starten, anstatt nur delta-neutrale Gewinne zu verfolgen.
Die größte Konkurrenz sieht Adams bei hochvolatilen Haupttokens wie ETH-Paaren. Kritiker verweisen oft auf "Markouts", um zu argumentieren, dass LPs Geld verlieren. Adams konterte jedoch, dass AMMs über Jahre hinweg konstant gewachsen seien und Orderbücher eine Reife erreicht hätten. Die kommenden Uniswap v4 Hooks sollen es ermöglichen, benutzerdefinierte Logik auf Poolebene zu implementieren, was den LPs mehr Wert einbringen könnte.
"AMMs are only just getting started," schrieb er und fügte hinzu, dass niedrigere Kapitalkosten und Komponierbarkeit ihnen einen Vorteil verschaffen.
Lambert relativierte später seine Position und antwortete Adams, dass er weiterhin ein "AMM maxi" sei, jedoch strukturelle Ineffizienzen in den aktuellen Designs sehe. Er argumentierte, dass impermanenter Verlust und Gamma-Risiko beherrschbar seien, wenn die Gebühren steigen, und schlug Lösungen wie v4 Hooks oder alternative Ausgabe-Modelle vor.
Eine breitere Debatte über AMM-Design und Anreize
In den letzten Monaten wurde sowohl der Wert als auch die Verwundbarkeit von AMMs deutlich. Im November 2025 erlitt Balancer, ein bedeutender AMM, einen Exploit in Höhe von $120 Millionen aufgrund eines Präzisionsfehlers im Code, was die technischen Risiken dieser komplexen Systeme unterstreicht.
Gleichzeitig erlebte Uniswap im selben Monat eine positive Marktreaktion, als Adams vorschlug, einen "Fee Switch" zu aktivieren, um die Protokolleinnahmen mit UNI-Token-Inhabern zu teilen, was den Token-Preis um 35% steigen ließ.
Projekte im gesamten Ökosystem arbeiten weiterhin an der Verbesserung der AMM-Formel, wobei auch neue Akteure wie das Pi Network aktualisierte DEX- und AMM-Funktionen einführen, die sich auf die Verbesserung der Liquiditätsorganisation und die Sicherheit der Nutzer konzentrieren.
Der Konsens aus der Debatte ist nicht, dass AMMs zum Scheitern verurteilt sind, sondern dass ihre aktuellen Gebührenstrukturen Innovation benötigen. Während die Entwicklung von Uniswap v4 fortschreitet, werden die versprochenen "Hooks" genau beobachtet, da sie eine mögliche Antwort auf die kritische Frage der langfristigen LP-Profitabilität und der nachhaltigen Gesundheit der dezentralen Liquidität bieten könnten.

