Trumps Machtplan – Rekonstruktion des US-Angriffs auf Venezuela
Der Befehl am Freitagabend
Kurz vor 23 Uhr US-Ostküstenzeit ordnet Donald Trump den Militäreinsatz an. Streitkräfte, Strafverfolger und Geheimdienste starten die Operation mit dem Codenamen „Absolute Entschlossenheit“. Der Schritt widerspricht Trumps früheren Ankündigungen, die USA aus militärischen Interventionen herauszuhalten.
Monatelange Spannungen zwischen Washington und Caracas gingen voraus. Die USA blockierten Ölexporte, griffen mutmaßliche Drogenschmuggler an und setzten ein Embargo durch. Der Zeitpunkt war vorbereitet, die Genehmigung soll bereits im Dezember erfolgt sein.
Die Nacht der Operation
Aus mehreren Stützpunkten an Land und auf See beginnen Luftoperationen. Mehr als 150 Fluggeräte greifen militärische, logistische und kommunikative Ziele in Caracas und im Norden des Landes an. Ziel laut US-Militär: Überraschung maximieren, zivile Opfer minimieren.
Ein Zuträger in der venezolanischen Führung habe den Aufenthaltsort von Nicolás Maduro übermittelt, berichten US-Medien. Nach gut zweieinhalb Stunden ist der Einsatz in der Residenz beendet.
Festnahme in Caracas
Kurz nach 1 Uhr erreichen US-Spezialkräfte das schwer gesicherte Anwesen. Der Luftraum wird durch Kampfjets und Drohnen gesichert. Elitekräfte stürmen das Gelände; Maduro wird überwältigt, ebenso seine Ehefrau Cilia Flores. Während des Abzugs kommt es zu Gefechten, US-Hubschrauber geraten unter Beschuss.
Gegen 3.29 Uhr verlassen die US-Kräfte venezolanisches Hoheitsgebiet. Maduro wird auf das Kriegsschiff USS Iwo Jima gebracht. Ein von Trump veröffentlichtes Bild zeigt ihn gefesselt und mit verbundenen Augen.
Inhaftierung in den USA
Am Samstagmittag befinden sich Maduro und seine Ehefrau in Haft in New York. Die US-Justiz wirft ihnen unter anderem Verschwörung zum Drogenterrorismus vor. In Caracas überträgt der Oberste Gerichtshof die präsidialen Befugnisse an Vizepräsidentin Delcy Rodríguez. Militär und Sicherheitskräfte erkennen sie als Übergangsfigur an.
Gleichzeitig kommt es zu Protesten. Regierungsnahe Gruppen gehen auf die Straße, es werden US-Flaggen verbrannt.
Washington reklamiert Führung
Am Samstagabend erklärt Trump, die USA würden Venezuela so lange führen, bis ein „sicherer und geordneter Übergang“ gewährleistet sei. Details zu Wahlen oder Zeitplänen nennt er nicht. Stattdessen rückt das Öl in den Mittelpunkt.
Große US-Energiekonzerne sollen Milliarden investieren, um die marode Infrastruktur zu reparieren. Derzeit verfügt nur Chevron über eine Sonderlizenz zur Förderung im Land.
Rodríguez widerspricht – Trump erhöht den Druck
In der Nacht zum Sonntag weist Rodríguez die US-Ansprüche zurück und fordert Maduros Rückkehr. Washington kontert. US-Außenminister Marco Rubio spricht von Gesprächen mit Rodríguez und macht klar, dass Kooperation erwartet wird.
Rubio kündigt eine „Öl-Quarantäne“ an, um politische Zugeständnisse zu erzwingen: Distanzierung von Iran, Hisbollah und Kuba, Ende des Drogenschmuggels, Kontrolle über Ölströme. Trump droht bei Widerstand mit einer zweiten, größeren Angriffswelle.
Geopolitisches Kalkül mit offenem Ausgang
Der Sturz Maduros folgt einer klaren Logik: Sicherheitspolitik, Energieinteressen und Machtdemonstration. Ob der Machtwechsel stabilisiert oder neue Konflikte entfacht, bleibt offen. Sicher ist nur, dass Washington den Ton setzt – und die Region vor einer ungewissen Phase steht.


