Tankstellenpreise variieren stark je nach Region: Südostbayern am teuersten
In Deutschland sind die Preise für Superbenzin der Sorte E5 im vergangenen Jahr regional stark unterschiedlich gewesen. Laut einer Mitteilung des Bundeskartellamts mussten Autofahrer in Südostbayern sowie in der Grenzregion zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt besonders tief in die Tasche greifen. Durchschnittlich wurden hier 1,78 bis 1,79 Euro pro Liter Super fällig. Im Vergleich dazu zahlten Autofahrer im Norden Berlins, der günstigsten Region des Landes, nur zwischen 1,70 und 1,71 Euro pro Liter. Interessanterweise lag eine der teuersten Regionen, deren Postleitzahlen mit 83 beginnen, nahe der österreichischen Grenze, wo Sprit traditionell günstiger angeboten wird. Dies könnte eigentlich preissenkende Auswirkungen auf der deutschen Seite erwarten lassen.
Dennoch zeigen die Untersuchungen des Bundeskartellamts, dass selbst benachbarte Gebiete innerhalb Deutschlands sehr unterschiedliche Preisniveaus aufweisen können. Die westliche Hälfte Deutschlands zeichnet sich insgesamt durch niedrigere Benzinpreise aus, mit Ausnahmen in Gebieten wie um Trier, in der Nähe von Frankfurt und westlich von Köln. Dagegen ist das Tanken in Teilen Sachsens, Sachsen-Anhalts, Thüringens und Brandenburgs oft teurer.
Das Bundeskartellamt unterstreicht jedoch, dass es sich nur um Durchschnittswerte handelt und es auch innerhalb teurer Regionen preisgünstige Tankstellen geben kann. Ein weiteres Mittel zum Sparen sind die Preisänderungen im Tagesverlauf, die laut ADAC besonders abends günstiger ausfallen.

