Numa kassiert Funding von Biergröße Anheuser Busch
Das Berliner Start-up Numa hat mit finanzkräftiger Unterstützung des Bierkonzerns Anheuser Busch 59 Millionen Dollar zur Finanzierung seiner Wachstumspläne ergattert. Gründer Christian Gaiser möchte das Hotel-Gewerbe durch ein digitales System effizienter gestalten als je zuvor.
Gäste können so über eine eigene App mit Numa Geräte und Dienste nutzen, ohne anwesendes Personal, und das checken in und aus unabhängig von einem Portier oder anderem Personal.
Da viele Mitarbeiter durch die Pandemie aus dem Hotelgewerbe verschwunden sind, ist die Personalkostenbelastung für Numa deutlich niedriger als bei anderen Hotelbetreibern. Die Preisgestaltung erfolgt dynamisch wie bei Fluggesellschaften und dadurch profitiert Gaiser stärker als andere Hotels vom angestiegenen Preisniveau.
Der Branchenverband Dehoga hat errechnet, dass die Einkaufspreise für Lebensmittel, Getränke und Energie deutlich angestiegen sind, ebenso wie die Personalkosten, und dass 28 Prozent der Unternehmen Gefahr laufen, bis 2023 in die Verlustzone zu geraten.
Numa verfolgt dagegen eine Strategie des Wachstums.
Durch die Investitionen soll die Hotelzimmeranzahl von 4500 auf 15.000 Zimmern in den nächsten vier Jahren steigen und ein positives Betriebsergebnis (Ebitda) soll für 2024 angepeilt werden.
Die Entwicklungsstrategie ist besonders spannend, da das Unternehmen die Automobilindustrie mit der Tesla Ära anstrebt: Der gesamte Hotel-Markt in Europa erreicht einen Umsatz von 100 Milliarden Euro und im Kurzzeitmietsegment wächst der Markt sogar doppelt so schnell als zuvor.
Viele Hotels kämpfen jedoch noch mit den Folgen der Pandemie, da sich viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Gewerbe verabschiedet haben und die Zahl der registrierten Betriebe seit 2019 um 10,5 Prozent gesunken ist.
Darüber hinaus verzeichnen die Online-Plattformen, wie Booking, Expedia oder Tripadvisor, ein 38,6 Millionen privater Übernachtungen, was jede elfte Auswärtsübernachtung in Deutschland darstellt, die dem traditionellen Hotelgewerbe entgeht.

