TK-Pizza: Wie Gustavo Gusto im Wettbewerb kontert
Boomender Markt mit begrenztem Platz
Der Markt für Tiefkühlprodukte wächst seit Jahren dynamisch. TK-Pizza zählt dabei zu den wichtigsten Treibern, insbesondere im Premiumsegment. Gleichzeitig ist der Platz im Tiefkühlregal begrenzt, was den Wettbewerb verschärft und die Austauschbarkeit der Produkte erhöht.
Mit neuen Premiumlinien greifen etablierte Hersteller wie Dr. Oetker und Wagner gezielt Marktanteile an. Hohe Aktionsquoten und aggressive Preise sorgen für zusätzlichen Druck, während Verbraucher in wirtschaftlich angespannten Zeiten häufiger zu günstigeren Eigenmarken greifen.
Umsatzdämpfer als Wendepunkt
Nach starkem Wachstum musste Gustavo Gusto im ersten Halbjahr 2025 erstmals Rückgänge hinnehmen. Absatz und Umsatz sanken spürbar. Das Unternehmen wertet diese Phase jedoch als Gelegenheit, Strukturen zu verschlanken und die Profitabilität zu sichern.
Mit der neuen Linie „Amore Napoli“ setzt Gustavo Gusto auf 48 Stunden gereiften Sauerteig und ein klares Premiumversprechen. Ziel ist es, sich weiter vom Massenmarkt abzugrenzen und preisgetriebene Konkurrenz zu vermeiden.
Fokus auf Effizienz und Kernmärkte
Intern liegt der Schwerpunkt auf Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung. International wächst die Marke zwar weiter, doch neue Expansionen stehen aktuell nicht im Fokus. Stattdessen will Gustavo Gusto seine Position im deutschen Markt festigen.
Der Wettbewerb im Tiefkühlregal dürfte weiter zunehmen. Ob Gustavo Gusto an frühere Wachstumsraten anknüpfen kann, hängt davon ab, wie gut sich die neue Produktstrategie gegen die Premium-Offensive der Konkurrenz behauptet.


