US-Militär verfestigt Blockadepolitik: Weitere Öltanker gestoppt
Das US-Militär hat abermals einen unter Verdacht stehenden Öltanker in seine Gewalt gebracht. Die US-Küstenwache eskortierte das offiziell staatenlose Schiff "Sophia" zur Klärung offener Fragen in die USA, erklärte das Southcom, das für diese Region zuständige Südkommando. Dem Tanker werden illegale Aktivitäten in der Karibik angelastet, und das Vorgehen erfolgte in den frühen Morgenstunden des vergangenen Mittwochs.
Kurz zuvor setzte sich das US-Militär bereits mit einem Öltanker unter russischer Flagge im Nordatlantik auseinander. Die Beschlagnahmung erfolgte aufgrund von Verstößen gegen US-Sanktionen auf Anordnung eines Bundesgerichts, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte mit. Bei diesem Tanker handelt es sich um die "Bella-1". In beiden Fällen beruft sich das US-Militär auf das Ziel, die westliche Hemisphäre zu schützen – eine Region, die im Allgemeinen den Kontinent Amerika sowie umliegende Inselstaaten umfasst.
Dieser Einsatz fügt sich in eine Serie ähnlicher Aktionen ein, nachdem US-Präsident Donald Trump eine vollständige Blockade verhängte, um den Transport von sanktioniertem Öl von und nach Venezuela zu unterbinden. Diese Maßnahme diene dazu, Öldiebstahl und die Übernahme weiteren Eigentums durch das Land zu vereiteln. Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bleibt die Blockade weiterhin bestehen. US-Außenminister Marco Rubio bezeichnete sie als wesentlichen Hebel, um politische Veränderungen in Venezuela voranzutreiben.

