Stromversorgung im Südwesten Berlins nach historischem Blackout wiederhergestellt
Nach einer beispiellosen Strompanne in Berlin, kehren Licht und Wärme in die betroffenen Haushalte und Betriebe zurück. Der linksextremistisch motivierte Brandanschlag auf eine Kabelbrücke im Bezirk Steglitz-Zehlendorf betraf 45.000 Haushalte und 2.200 Unternehmen. Rund 100.000 Menschen waren insgesamt betroffen. Der Bürgermeister Kai Wegner und die Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey zeigten sich über die schnelle Wiederherstellung der Stromversorgung erleichtert.
Um 11 Uhr am fünften Tag des Ausfalls begann die Stromzufuhr, um 14.10 Uhr war die Vollversorgung gesichert. Schulen bleiben geschlossen und die Wärmeversorgung wird sukzessive hochgefahren. 170 Techniker und die Bundeswehr ersetzten die zerstörten Hochspannungskabel durch provisorische Verbindungen.
Berlins Landesregierung plant, die Überwachung der kritischen Infrastruktur auszubauen, um Sabotageakte zu verhindern. Die Bundesanwaltschaft ermittelt zu dem Vorfall. Ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppierung legt verfassungsfeindliche Sabotage nahe. Eine russische Urheberschaft wird ausgeschlossen.

