Ölpreise auf Achterbahnfahrt: Politische Spannungen und Marktbewegungen
Die Ölpreise haben am Mittwoch erneut leicht nachgegeben, wobei die Verluste im Vergleich zum Vortag relativ moderat ausfielen. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März notierte bei 60,44 US-Dollar, was einem Rückgang um 26 Cent entspricht. Bei der US-Sorte WTI für die Lieferung im Februar fiel der Preis um 49 Cent auf 56,64 Dollar.
Bereits am Vortag hatten die Ölpreise spürbar nachgegeben, angetrieben durch Spekulationen über ein potenziell höheres Angebot aus Venezuela. Insbesondere Brent-Rohöl verzeichnete bei Gerüchten über steigende Exporte des lateinamerikanischen Landes einen Rückgang von zeitweise zwei Dollar je Barrel.
Im Zentrum der politischen Spannung steht US-Präsident Donald Trump, der nach einem Militäreinsatz in Caracas die Kontrolle über die Einnahmen aus venezolanischem Öl übernommen hat. Laut Trumps Ankündigung auf Truth Social wird Venezuela zwischen 30 und 50 Millionen Barrel sanktioniertes Öl an die USA liefern, wobei er die Einnahmen persönlich überwachen will.
Die jüngste Beschlagnahme eines unter russischer Flagge fahrenden Öltankers durch das US-Militär sorgte hingegen für keine großen Turbulenzen auf dem Ölmarkt. Der Vorfall im Nordatlantik wurde mit Verstößen gegen US-Sanktionen begründet. Berichten des 'Wall Street Journal' zufolge war der Tanker ursprünglich auf dem Weg nach Venezuela und soll jetzt ohne Ladung unterwegs sein.

