Eurokurs bleibt stabil – Konjunkturdaten bringen keine neuen Impulse
Der Euro zeigte sich am Mittwoch bewegungsarm, da weder europäische noch amerikanische Konjunkturdaten der Gemeinschaftswährung eine neue Richtung geben konnten. Im Späthandel notierte der Euro bei 1,1685 US-Dollar, nahezu identisch mit dem Morgenwert. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs auf 1,1684 fest, verglichen mit 1,1707 am Vortag, während der Dollarwert bei 0,8558 Euro stand.
Zuvor belasteten enttäuschende Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich den Euro erheblich. Diese unerwartet niedrigen Teuerungsraten in den dominierenden Volkswirtschaften der Eurozone führten zu Spekulationen über eine mögliche Leitzinssenkung der EZB im Jahresverlauf. Die Veröffentlichung der Inflationsdaten für die gesamte Eurozone am Vormittag brachte jedoch kaum neue Impulse.
Mit einem Rückgang der Inflationsrate in der Eurozone auf 2,0 Prozent im Dezember kommt die Region dem mittelfristigen Ziel der EZB näher. Obwohl die Notenbank die Leitzinsen nicht bewegte, sehen Analysten kaum Chancen für eine Zinssenkung im laufenden Quartal. "Trotz rückläufiger Inflation bleibt die Schwelle für eine Zinssenkung hoch", erklärte Claus Vistesen von Pantheon Macroeconomics.
Währenddessen blieben auch die stärkeren US-Konjunkturdaten ohne Einfluss auf die Handelsaktivitäten. Der Dienstleistungssektor der USA zeigte im Dezember eine unerwartete Verbesserung und wird weiterhin als Wachstumsstütze der amerikanischen Wirtschaft gesehen. Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba betonte, dass der Servicesektor die Wirtschaft stützt.
Die weiteren Währungsreferenzkurse der EZB setzten sich wie folgt zusammen: 0,8664 britische Pfund, 182,91 japanische Yen und 0,9304 Schweizer Franken für einen Euro. Der Goldpreis sank auf 4.442 Dollar pro Feinunze, ein Rückgang um etwa 52 Dollar gegenüber dem Vortag.

