67 Tage Zwangspause: Hacker stürzen „Rainbow Six Siege X“ ins totale Chaos
Wenn das Meme zur bitteren Realität wird
Diese spezifische Zahl ist kein Zufall, sondern ein zynischer Gruß aus der Unterwelt des Internets. Die „67 Tage“ sind eine Anspielung auf das virale „six seven“-Meme, das in den letzten Monaten die Runde machte. Was als Scherz begann, ist für betroffene Spieler eine absolute Katastrophe. In den sozialen Medien häufen sich Berichte von Nutzern, die völlig grundlos aus ihren Matches geworfen wurden, nur um sich dann mit dieser absurden Sperre konfrontiert zu sehen. Es ist ein gnadenloses Exempel, das zeigt, wie tief die Angreifer ins System eingedrungen sind.
Plattformübergreifender Zusammenbruch
Wer hoffte, auf der Konsole sicher zu sein, wird bitter enttäuscht. Ein Blick auf die offizielle Statusseite zeichnet ein Bild des Grauens: Egal ob PC, PS5 oder Xbox Series X/S – überall blinken die Warnleuchten rot. „Degradierte Konnektivität“ und komplette Ausfälle bei der Authentifizierung, dem In-Game-Store und dem Matchmaking sind an der Tagesordnung. Es ist eine Kalamität biblischen Ausmaßes für einen Titel, der erst im Juni 2025 als Free-to-Play-Hoffnungsträger neu gestartet wurde.
Während Ubisoft sich bisher in Schweigen hüllt und keine offizielle Stellungnahme abgibt, brodelt die Gerüchteküche. Hobby-Detektive auf Reddit spekulieren wild über die Ursachen. Eine populäre Theorie besagt, dass eine Schwachstelle in der Implementierung der MongoDB-Datenbank das Einfallstor für die Angreifer sein könnte.
Ironie des Schicksals: „R6 ShieldGuard“ vs. Realität
Die Situation entbehrt nicht einer gewissen tragischen Ironie. Noch im März 2025 hatte Adrian Fraisse, Leiter des Programmierteams, die Sicherheitsinitiative „R6 ShieldGuard“ als ultimativen Schutzwall gepriesen. Mit „Binary Hardening“ zur Dateiverschlüsselung und Systemen, die „unmögliche Aktionen“ wie gleichzeitiges Sprinten und Schießen verhindern sollten, wollte man Cheatern den Gar ausmachen. „Cheaten und Toxizität haben keinen Platz in Siege“, tönte Fraisse damals. Heute wirkt dieses Versprechen wie ein Echo aus einer besseren Zeit.
Kurioserweise ist das Chaos nicht total. Während die Status-Seite den Weltuntergang verkündet, berichten einige Spieler verwundert, dass sie den ganzen Morgen problemlos zocken konnten. Es ist ein Glücksspiel: Wirst du heute spielen, oder wirst du für zwei Monate in den Zwangsurlaub geschickt?


