Nato und die USA: Eine Allianz auf dem Prüfstand
US-Präsident Donald Trump hat jüngst bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten der Militärallianz Nato treu bleiben werden. In einem Kommentar auf seiner Plattform Truth Social betonte er, dass die USA der Allianz unbeirrt die Treue halten, selbst wenn es den Anschein habe, dass die Verbündeten nicht immer im Gegenzug handeln würden. Trump äußerte zudem Bedenken über die Einschätzung der Bündnisstärke seitens Russland und China ohne die Beteiligung der USA.
Gleichzeitig stellte Trump die Bereitschaft der Nato-Partner infrage, den USA im Ernstfall beizustehen. Diese Äußerungen fügen der ohnehin hitzigen Debatte über die Solidarität innerhalb des Bündnisses einen weiteren Brennpunkt hinzu. Besonders im Lichte des jüngst entfachten Streits über die US-Ansprüche auf Grönland, das zu Dänemark gehört, kommen Fragen zum gegenseitigen Beistand verstärkt auf. Die dänische Regierungschefin Frederiksen hat indes klargestellt, dass ein Angriff der USA auf ein Nato-Partnerland die Allianz erheblich belasten würde.
Insgesamt besteht die Nato aus 32 Ländern, darunter neben den USA und Dänemark auch Nationen wie Deutschland, Kanada und Großbritannien. Gegründet nach dem Zweiten Weltkrieg, basiert das Bündnis primär auf Artikel 5 des Nato-Vertrags, welcher die Mitgliedstaaten zur gegenseitigen Verteidigung verpflichtet – ein Grundpfeiler, dessen Gültigkeit gegenwärtig wieder intensiv diskutiert wird.

