Kontron auf Erfolgskurs: Großauftrag von SNCF sorgt für Kursplus
Der Technologiekonzern Kontron hat sich einen beachtlichen Auftrag der französischen Bahn SNCF im dreistelligen Millionenbereich gesichert. Richard Neussl, Geschäftsführer von Kontron Transportation, betonte am Dienstag die langjährige Zusammenarbeit mit der SNCF, die seit 2003 besteht und nun durch diesen Vertrag weiter gefestigt wurde. Der Auftrag umfasst die Weiterentwicklung eines 5G-basierten Kommunikationssystems für den Schienenverkehr, genannt FRMCS, und sieht eine Implementierung ab 2026 vor.
Diese Nachricht ließ den Aktienkurs von Kontron in die Höhe schnellen. Zum Handelshöhepunkt erreichte die Aktie 26,76 Euro, ein Mehrjahreshoch. Bis zum frühen Nachmittag verzeichnete sie ein Plus von 5,3 Prozent und stand damit bei 26,16 Euro, womit sie weiterhin prominent im Nebenwerte-Index SDax vertreten war. Die positive Kursentwicklung spiegelt das Vertrauen der Anleger in die strategische Ausrichtung von Kontron wider, insbesondere vor dem Hintergrund geplanter Milliardeninvestitionen in die europäische Infrastruktur.
Kontron betont, man vernetze bereits über 50 Prozent aller Hochgeschwindigkeitszüge in Europa, was zu einer effizienteren Nutzung bestehender Gleiskapazitäten beitrage. Gleichzeitig fokussiert sich Kontron im Zuge des Verkaufs seines Modulgeschäfts Jumptec stärker auf Kernkompetenzen. Diese Transaktion soll einen Mittelzufluss von 100 Millionen Euro erzeugen, um die finanzielle Basis des Unternehmens weiter zu stärken.
Alexander Zienkowicz von MWB Research sieht in dem Auftrag die Bestätigung von Kontrons Position als unverzichtbarer Partner für die Infrastruktur der nächsten Generation in Europa. Als Reaktion hob er das Kursziel für die Kontron-Aktie von 35 auf 37 Euro an, was ein Aufwärtspotenzial von über 40 Prozent signalisiert und die bestehende Kaufempfehlung bekräftigt.

