Exodus zeigt im ersten Gameplay-Trailer, was das Sci-Fi-Rollenspiel draufhat
Archetype Entertainment hat sich Zeit gelassen – aber wer die Trailer-Dürre rund um Exodus geduldig ausgesessen hat, wird mit einem ersten Gameplay-Einblick belohnt, der Lust auf mehr macht. Das Sci-Fi-Rollenspiel aus dem Hause des Studios, das seine Liebe zu Mass Effect nie verbergen wollte, tritt endlich aus dem Schatten der Ankündigung heraus. Was dabei zu sehen ist, reicht zwar noch nicht für ein vollständiges Bild – aber für ein Versprechen, das sitzt.
Zwei Minuten Material, die viel verraten
Der neue Gameplay-Trailer bietet knapp zwei Minuten Spielszenen, aufgeteilt in drei kompakte Ausschnitte, die unterschiedliche Facetten des Spiels beleuchten. Der Einstieg zeigt den Protagonisten Jun Aslan gemeinsam mit Begleiterin Elise im Kampf – und bereits hier fällt die Waffenvielfalt auf. Verschiedene Schusswaffen mit spezifischen Funktionen kommen zum Einsatz, jede mit eigenem Feeling und klarer taktischer Ausrichtung. Die Präzision, mit der Gegner ausgeschaltet werden, deutet auf ein Kampfsystem hin, das mehr Tiefe besitzt als ein bloßes Deckungsschießspiel. Die Optik überzeugt durchgängig: Die Umgebungen wirken poliert und atmosphärisch dicht, ohne ins generisch Futuristische abzugleiten.
Enterhaken, Heiligtümer und eine Welt voller Geheimnisse
Der zweite Ausschnitt wechselt in die Vertikale: Mit einem Enterhaken navigiert Jun durch die Spielwelt, was dem Traversal-System eine flüssige, dynamische Note verleiht. Besonders ins Auge sticht dabei der sogenannte Sankhara-Glyphen-Schrein – eine Kultstätte, die von hochentwickelter Technologie durchdrungen ist und die Welt von Exodus als etwas charakterisiert, das weit mehr sein will als Raumschiffe und Laser. Die Verschmelzung von uralter Symbolik und futuristischer Infrastruktur ist visuell reizvoll und deutet auf ein durchdachtes Weltbaukonzept hin. Mehr wird es dazu erst im Sommer geben, wenn Archetype Entertainment einen tiefgreifenderen Showcase plant – der erste Eindruck jedoch reicht aus, um die Erwartungen deutlich anzuheben.
Mass Effect im Geiste, eigenständig im Anspruch
Exodus ist kein heimliches Remake und keine spirituelle Kopie – aber das Team dahinter hat nie einen Hehl daraus gemacht, von welchem Referenzpunkt es seine Inspiration schöpft. Die politisch aufgeladene Hauptgeschichte, die moralische Entscheidungen in den Vordergrund rückt, erinnert strukturell an das, was BioWare einst mit seiner Weltraumsaga erschaffen hat. Gleichzeitig betont das Studio, dass Nebenmissionen und Zusatzinhalte denselben erzählerischen Stellenwert erhalten sollen wie die Haupthandlung – ein Anspruch, der in der Praxis selten eingelöst wird, aber genau das richtige Signal an eine Fangemeinde sendet, die Content-Füllmasse satt hat. Exodus befindet sich für PS5, Xbox Series X|S und PC in Entwicklung und ist für 2027 geplant. Bis zum Sommer bleibt vieles noch im Verborgenen – doch was bisher zu sehen war, deutet darauf hin, dass Archetype Entertainment mit seinem Pilotprojekt etwas Besonderes im Sinn hat.


