Euro-Bund-Future: Positive Signale durch schwächere Inflation
Die Kursentwicklung deutscher Staatsanleihen setzt ihren Aufwärtstrend am Mittwoch fort. Der richtungsweisende Euro-Bund-Future verzeichnete am Vormittag einen Anstieg von 0,25 Prozent und erreichte somit 128,05 Punkte. Im Gegenzug dazu sank die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe auf 2,80 Prozent.
Analysten führen den Anstieg der Anleihekurse auf die jüngsten Inflationszahlen aus Deutschland und Frankreich zurück. Die beiden größten Volkswirtschaften der Eurozone meldeten für Dezember eine niedrigere Teuerungsrate als prognostiziert. Trotz der Annahme der Dekabank, dass Sonderfaktoren die Preisdaten verzerrt haben könnten, nährt die geringere Inflation Spekulationen, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen senken könnte, um die Wirtschaft zu stimulieren – ein Szenario, das die Renditen dämpfen und die Kurse antreiben würde.
Später im Tagesverlauf könnten weitere Preisdaten aus der gesamten Eurozone zusätzliche Marktbewegungen bringen. Zudem richten sich die Blicke der Anleger auf bevorstehende US-Konjunkturdaten. Der ADP-Report für Dezember, der heute Nachmittag erwartet wird, dürfte Hinweise auf die offiziellen Arbeitsmarktzahlen geben, die für Freitag angesetzt sind. Auch Stimmungsdaten der US-Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor stehen auf der Agenda und könnten am Rentenmarkt weitere Impulse setzen.

