Deutschlandticket: Finanzierung weiter unklar
Im öffentlichen Nahverkehr herrscht weiterhin Unsicherheit über die Zukunft des beliebten Deutschlandtickets über das Jahr 2025 hinaus. Bei einem Treffen der Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern in Berlin konnte keine Einigung über die künftige Finanzierung erzielt werden. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Frage, wie mögliche Mehrkosten für Verkehrsunternehmen ausgeglichen werden sollen. Ebenso unklar bleibt der zukünftige Preis des Abos, der derzeit bei 58 Euro pro Monat liegt.
Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) äußerte sich nach der Sitzung: "Wir Länder, wir stehen zum Deutschlandticket." Gleichzeitig machte er deutlich, dass über die bisher zugesagten 1,5 Milliarden Euro hinaus keine zusätzlichen Mittel verfügbar seien. Bayern, das derzeit den Vorsitz der Verkehrsministerkonferenz innehat, setzt auf weitere Verhandlungen, die im Herbst bei der nächsten Sitzung in Straubing fortgesetzt werden sollen.
Das seit Mai 2023 bestehende Deutschlandticket ermöglicht bundesweit Fahrten im regionalen und lokalen öffentlichen Verkehr. Finanzielle Unterstützung erhält die Initiative zu gleichen Teilen durch Bund und Länder, die jeweils 1,5 Milliarden Euro beisteuern. Während Mehrkosten bisher durch Preissteigerungen und Restmittel aus 2023 abgefedert wurden, bleibt die Finanzierung ab 2025 weiterhin ohne klare Regelung.

