Bitcoin Börse Poloniex setzt Passwörter zurück

07. Januar 2020, 09:30 Uhr · Quelle: klamm.de
Bitcoin Börse Poloniex setzt Passwörter zurück
Foto: pixabay / CC0 Creative Commons

Zum Jahreswechsel gab die bekannte Bitcoin Börse Poloniex bekannt, dass sie ein erzwungenes Zurücksetzen der Passwörter ihrer Konten veranlasst hat. Grund dafür waren umfangreiche Listen im sozialen Netzwerk Twitter, in denen Accounts, E-Mail-Adressen und dazugehörige Passwörter veröffentlicht wurden. Informiert wurden Betroffene direkt via E-Mail.

Die auf Twitter veröffentlichte Liste mit sensiblen Daten widmet sich nicht exklusiv der Bitcoin Börse, enthält wohl aber diverse Daten, die mit Konten auf der Plattform in Verbindung gebracht werden. Poloniex informierte daraufhin seine Nutzer, dass das Passwort automatisch zurückgesetzt wurde und Betroffene dieses bitte schnellstmöglich in ein eigens ausgewähltes Passwort ändern sollten. Anfänglich wurde die E-Mail auf Twitter selbst noch als Phishing-Versuch gewertet, bis der Social Media Account von Poloniex deutlich darauf hinwies, dass es sich um eine authentische Mail handelt.

Nicht klar ist hingegen, wie es zu dem Daten-Leak kommen konnte. Dabei reiht sich Poloniex in die lange Liste der Bitcoin Börsen ein, die entweder direkt oder indirekt von gestohlenen Daten und von Dritten entwendeten Accounts betroffen sind. Ein im weitesten Sinne ähnlicher Fall, der längst als Präzedenzfall in der Krypto-Szene angeführt wird, ist der Zusammenbruch von Mt. Gox. Damals wurden 750.000 Bitcoins gestohlen, die Eigentümer des Portals konnten den Verlust nicht mehr ausbremsen oder eindämmen, was letztlich zur Schließung und zahlreichen Klagen gegen Mt. Gox führte.

Zwar sind zum aktuellen Zeitpunkt keine Daten bekannt, ob und wie viele Kryptowährungen bei der Bitcoin Börse von ihren jeweiligen Nutzern entwendet wurden, umso wichtig ist es aber schnellstmöglich zu reagieren. Poloniex-Kunden sollten ihr Passwort deshalb sofort ändern, idealerweise auch das des damit verknüpften Mail-Accounts.

Dubiose Börsen meiden, Kryptowährungen sicher verwahren

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Börsen die schlechteste Möglichkeit sind, um Kryptowährungen aufzubewahren. Zumal genau das gegen den Grundsatz und die Philosophie verstößt, die Bitcoin und Co. eigentlich verkörpern. Ziel der digitalen Coins ist es von Dritten komplett unabhängig zu sein: statt das eigene Geld bei einer Bank und Coins bei einer Bitcoin Börse zu lagern, sollte also jeder Nutzer sein Portfolio komplett selbst verwalten - inklusive aller Hashs und Private Keys, die sicher und für Dritte unzugänglich verwahrt gehören. Das eigene "Wallet" ist deshalb auch nach wie vor die sicherste Möglichkeit, um Coins aufzubewahren. Der komplexe Hash macht es gegenüber Bruteforce-Attacken immun, ein Versagen von Dritten, wie hier bei Poloniex, muss nicht gefürchtet werden.

Wer seine Coins trotzdem oder zumindest temporär auf einer Bitcoin Börse lagern und verwalten möchte, sollte sich diese gut aussuchen. Schwarze Schafe sind in der Branche leider nach wie vor keine Seltenheit: auch weil die meisten dieser Börsen in rechtlich quasi unerreichbaren Gebieten ihren Sitz halten und somit de facto juristisch immun sind. Von Vorteil ist, wenn es sich bei der Bitcoin Börse um eine legitime und rechtlich abgesicherte Institution handelt, am besten mit Sitz in der westlichen Welt. Des Weiteren sollte die Börse eine ausreichend lange und legitime Geschichte vorweisen können. Für die Frage, welche Bitcoin Börse die beste für Anleger aus Deutschland ist, gibt es diverse Listen im Netz.

Institutionen wie beispielsweise Coinbase, wohl die bekannteste und größte Börse neben Binance, hat sich durch Unternehmenssitze in der westlichen Welt und große institutionelle Investoren legitimiert. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass solche legalen und seriösen Börsen konsequent alle Lizenzen anfordern, einhalten und aktualisieren. Dazu stellen sie sich offen den Kontrollen durch die staatliche Hand und unterhalten eigene Fonds, die speziell für etwaige Verluste aufgefüllt werden. Selbst wenn es zu einem Hack kommt, können verlorengegangene Coins so durch die Börse selbst ersetzt werden - ohne dass die Nutzer dadurch Schaden nehmen. Solche Security-Fonds für Krypto Börsen gelten mittlerweile als Standard der Branche - zumindest unter den legitimen und großen Börsen.

Eigene Bitcoin Verwahrung bietet nach wie vor höchste Sicherheit

Getreu dem beliebten Krypto-Mantra "not your keys, not your coins", sind dennoch alle Krypto-Coins imminent gefährdet, wenn sie nicht selbst verwahrt werden. Wer die Handhabung mit Private Keys und deren sichere Verwahrung für zu komplex hält, bekommt durch seriöse physische Krypto-Wallets eine weitere Alternative. Die kleinen Quasi-USB-Sticks enthalten imprägnierte Private Keys und Wallets, die auch dem Hersteller nicht bekannt und industriell verschlüsselt sind. So muss man sich als Krypto-Enthusiast oder -Investor nicht um den Erhalt der Keys sorgen.

Finanzen / Bitcoin
07.01.2020 · 09:30 Uhr
[0 Kommentare]
Anzeige
kostenloses stock foto zu bargeldersatz, bitcoin, bitcoin-einführung
Der Hacker, der die Verus-Ethereum-Bridge um über 11 Millionen Dollar erleichtert hatte, hat 8,5 Millionen Dollar an das Projektteam zurückgegeben und 2,8 Millionen Dollar als White-Hat-Belohnung behalten. Dies geschah nur einen Tag, nachdem die Verus-Community und ihre Entwickler dem Hacker eine Belohnung angeboten hatten, wenn er bestimmte […] (00)
vor 1 Stunde
Klara Schedlich (Archiv)
Hamburg - Die Berliner Grünen-Politikerin Klara Schedlich hat im Rechtsstreit mit dem ehemaligen Bundestags-Abgeordneten Stefan Gelbhaar einen Erfolg vor dem Oberlandesgericht Hamburg erzielt. Das Gericht erlaubt ihr, bestimmte Aussagen über Gelbhaar wieder zu tätigen, meldet der "Spiegel", dem das Urteil nach eigenen Angaben vorliegt. Demnach soll das […] (00)
vor 10 Minuten
Nicholas Galitzine hat zugegeben, dass er sich wie ein 'kompletter Betrüger' fühlte, als er zum ersten Mal sein He-Man-Kostüm anzog.
(BANG) - Nicholas Galitzine fühlte sich wie ein "kompletter Betrüger", als er zum ersten Mal sein He-Man-Kostüm anzog. Der 31-jährige Schauspieler verkörpert Prinz Adam und dessen Superhelden-Alter-Ego im neuen Film 'Masters of the Universe', und vor seiner dramatischen körperlichen Transformation für die Rolle gab er zu, dass er sich "unwürdig" fühlte, […] (00)
vor 3 Stunden
Cyberkriminalität
Wadern (dpa) - Bei einem Cyberangriff auf einen externen Dienstleister zahlreicher Kliniken in Deutschland sind Zehntausende Patientendaten gestohlen worden. Betroffen waren etwa Kliniken in Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Der attackierte Dienstleister drückte sein Bedauern aus. Man nehme den Vorfall sehr ernst […] (00)
vor 4 Stunden
MSI gewinnt mehrere COMPUTEX 2026 Awards
MSI, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Gaming und High-Performance Computing, hat auf der COMPUTEX 2026 vier Best Choice Awards gewonnen. Den Höhepunkt bildet der Gold Award für die Flaggschiff-Grafikkarte GeForce RTX 5090 32G LIGHTNING Z. Die Auszeichnungen in den Bereichen Kernkomponenten, smarte Peripheriegeräte und ein Jubiläums- […] (00)
vor 1 Stunde
Quentin Tarantino richtete warnende Worte an Brad Pitt
(BANG) - Quentin Tarantino sagte Brad Pitt, er wäre "tot in diesem Geschäft" nach einem Fauxpas bei 'Once Upon A Time In Hollywood'. Der ikonische Filmemacher (63) wirkte "wahnsinnig ernst", nachdem der 62-jährige Schauspieler am Set des Filmepos von 2019 seine Grenzen überschritten hatte, und warnte ihn, denselben Fehler niemals wieder zu machen. Bruce […] (00)
vor 3 Stunden
Polizei stellt in Brasilien gefälschte WM-Sammelbilder sicher
Nova Iguaçu (dpa) - Knapp drei Wochen vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft hat die Polizei in Brasilien 200.000 Sammelbildchen sichergestellt. Die Aufkleber mit den Bildern von Spielern verschiedener Teams seien im Laderaum eines Busses in der Stadt Nova Iguaçu entdeckt worden, berichtete das Nachrichtenportal G1.  Die Bilder werden nun untersucht und dann vernichtet, weil sie gegen das […] (00)
vor 1 Stunde
KI auf IBM i: Warum Systemverständnis wichtiger wird als der nächste KI-Assistent
Ravensburg, 22.05.2026 (PresseBox) - Die Diskussion um Künstliche Intelligenz auf IBM i hat eine neue Phase erreicht. Während vor wenigen Monaten noch über Potenziale und Zukunftsszenarien gesprochen wurde, stehen heute konkrete Werkzeuge und praktische Einsatzmöglichkeiten im Mittelpunkt. Das zeigen aktuelle Gespräche mit Kunden sowie die Diskussionen […] (00)
vor 4 Stunden
 
Erfolgreicher Abschluss des Arbeitsprogramms Makenita Resources Inc. (KENY: CSE) hat […] (00)
bitcoin, cryptocurrency, money, currency, digital, electronic, virtual, internet, finance, crypto currency
On-Chain-Daten zeigen, dass XRP-Wale in der vergangenen Woche 71 Millionen Token erworben […] (00)
Ein strategischer Schritt in Richtung Sportzugänglichkeit In einer mutigen […] (00)
Lars Klingbeil und Friedrich Merz (Archiv)
München - Ifo-Präsident Clemens Fuest hat die Bundesregierung eindringlich zu […] (00)
Positive Signale im Ifo-Geschäftsklima Die deutsche Wirtschaft zeigt im Mai […] (00)
iPhone 19 Pro: Prototyp offenbar mit vierfach gebogenem Display im Test
Apple testet aktuellen Berichten zufolge einen Prototyp des iPhone 19 […] (00)
Anastacia
(BANG) - Anastacia befürchtet, dass ihre Entscheidung für eine Laser-Augenoperation […] (01)
«Bolzplatz»-Spezial zum Champions League Finale der Frauen
Zu Erinnerung: Am Donnerstag, 23. Mai 2026, treffen Olympique Lyon und FC Barcelona Femeni im […] (03)
 
 
Suchbegriff