ATX trotzt Konsolidierungsphase und beendet Handel im Plus
Die Wiener Börse hat am Donnerstag an die Konsolidierung des Vortages angeknüpft und zeigte sich volatil. Der ATX, zunächst klar im Minus, konnte im Verlauf des Tages Boden gutmachen und beendete den Handelstag knapp über der Schlusssumme vom Mittwoch. Am Abend stand der Leitindex bei 5.412,09 Punkten – ein geringfügiger Anstieg von 0,04 Prozent. Während der ATX Prime nahezu stagnierte bei 2.689,00 Zählern, verharrte auch das europäische Umfeld ohne eindeutige Richtung.
Nach einem leichten Minus zur Wochenmitte, das den ersten Verlusttag nach zwölf aufeinanderfolgenden Gewinntagen markierte, herrschte am Donnerstag Zurückhaltung unter den Akteuren. Insbesondere der bevorstehende US-Arbeitsmarktbericht sorgte für abwartende Haltung. Die positiven Auftragszahlen aus der deutschen Industrie konnten dem heimischen Markt ebenfalls keinen signifikanten Auftrieb geben.
Unter den Einzelwerten zeigten sich deutliche Gewinnmitnahmen, was insbesondere AT&S am unteren Ende des ATX um sieben Prozent einbüßen ließ. AT&S, letztes Jahr die stärkste Aktie im Index, ist bekannt für starke Kursschwankungen, die wiederholt Anleger verunsichern. Im Kontrast dazu legte Wienerberger trotz einer "Sell"-Empfehlung von UBS-Experte Julian Radlinger leicht um 0,1 Prozent auf 29,70 Euro zu. Radlinger sieht aufgrund der europäischen Wohnungsbausituation und potenzieller Abwärtsrisiken noch keinen Kaufgrund.
Ein glanzvolles Plus konnte Frequentis verzeichnen, das sich als eine der besten Aktien im prime market präsentierte. Die Aktien stiegen um 4,1 Prozent, da Rüstungswerte europaweit von den Ankündigungen Trumps profitierten, das Verteidigungsbudget für 2027 deutlich zu erhöhen. Frequentis, bekannt für seine Entwicklungen in der Luftraumüberwachung, war ein klarer Gewinner dieser Ankündigung.

