Wirtschaftsupdate: Inflation, Wachstum und Konjunkturerwartungen im Fokus
Die Vereinigten Staaten sehen sich unerwartet steigenden Verbraucherpreisen gegenüber. Im Juni kletterte die Inflationsrate auf 2,7 Prozent im Jahresvergleich und übertraf damit die Prognosen der Analysten, die von 2,6 Prozent ausgingen. Der Effekt der US-Zollpolitik bleibt unterdessen weiterhin gering.
In Deutschland herrscht eine überraschend positive Stimmung unter den Finanzexperten. Das Stimmungsbarometer des ZEW stieg im Juli um ganze 5,2 Punkte auf 52,7 Punkte an. Dies stellt den höchsten Wert seit Februar 2022 dar und übertrifft die Erwartungen von 50,4 Punkten.
Die EU intensiviert ihre Bemühungen im Handelsstreit mit den USA, indem sie Handelsexperten nach Washington entsendet. Ein reibungsloser Dialog zwischen den Wirtschaftsmächten erscheint nach wie vor essentiell.
In China zeigt sich die Wirtschaft trotz des Handelskonflikts widerstandsfähig. Das Bruttoinlandsprodukt des Landes legte im zweiten Quartal um 5,2 Prozent zu. Diese robuste Wachstumsrate liegt knapp unter dem Vorjahreswert, im Einklang mit den Wachstumszielen der Regierung.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg prognostiziert, dass eine Lockerung der Hinzuverdienstregelungen im Bereich Bürgergeld, Wohngeld und Kinderzuschlag das Arbeitskräfteangebot erheblich erhöhen könnte – ein willkommener Impuls für den deutschen Arbeitsmarkt.

