Warnung vor Baisse-Phase im Kryptomarkt im November

Der November hat für die Kryptopreise negativ begonnen, wobei Bitcoin (BTC) am Montag kurzzeitig in Richtung 105.000 $ fiel. Dieser Rückgang hat unter Anlegern ein erneutes bärisches Sentiment ausgelöst, und Experten warnen, dass sich die Bedingungen in den kommenden Tagen verschlechtern könnten.
Stichtag im November nähert sich
Der Marktexperte CryptoBirb hat kürzlich auf der Social-Media-Plattform X (ehemals Twitter) Bedenken geäußert und darauf hingewiesen, dass der Markt bereits zehn Tage in einem bärischen Zyklus steckt. Laut CryptoBirb, je tiefer man in On-Chain-Daten eintaucht, desto alarmierender erscheint das Bild.
CryptoBirbs Analyse beginnt mit Zyklus-Spitzendaten: Es sind 1.078 Tage seit dem Tief im November 2022 vergangen, was 101,2% des Krypto-Zyklus entspricht. Darüber hinaus sind 563 Tage seit dem letzten Halving vergangen, mit noch 45 Tagen innerhalb des typischen 518- bis 580-Tage-Spitzenbereichs.
Alarmierend ist, dass die erwartete Rallye zur Erreichung dieses Peaks nicht eingetreten ist und nur noch 17 Tage verbleiben, bevor das Fenster für einen Peak am 20. November schließt. Fehlende Ausbrüche während dieses Zeitrahmens haben das Ende früherer bullisher Zyklen signalisiert.
Im Vergleich zur Situation 2017 wird festgestellt, dass Bitcoin seinen Höchststand am 17. Dezember 2017, 1.068 Tage nach seinem Tiefpunkt, erreichte. Da BTC nun 1.078 Tage im aktuellen Zyklus ist, schwinden die Chancen für ein spätes Hoch mit jedem Tag, den die Kryptowährung unter 113.000 $ bleibt.
Aus Performance-Sicht liegt Bitcoin 16% unter seinem Allzeithoch von 126.200 $ und hat seit Jahresbeginn lediglich um 8,2% zugelegt. Die führende Kryptowährung am Markt hat mehrfach Zurückweisungen in der Spanne von 113.000 $ bis 114.000 $ erlebt und wird derzeit unter dem 200-Tage einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA) von 109.882 $ gehandelt.
Historisch gesehen verzeichnet der November im Durchschnitt einen Gewinn von 17,5%, mit positiver Performance in 10 der letzten 15 Jahre. Der Experte weist jedoch darauf hin, dass ein schwacher Beginn im November oft darauf hindeutet, dass sich der Zyklus bereits verschiebt.
Potenzielle bullishe Faktoren inmitten laufender Kryptosorgen
Zusätzlich zu dieser bärischen Stimmung hat der DeFi-Forscher DeFiIgnas mehrere Faktoren skizziert, die die Entwicklung des Kryptomarktes komplizieren. Dazu gehört, was er als „die spekulative Natur der künstlichen Intelligenz (KI)-Blase“ bezeichnet, das Ausbleiben positiver Reaktionen der Kryptopreise auf gute Nachrichten, Unsicherheiten rund um entitäten, die nach dem Crash am 10. Oktober kollabierten, und die zyklische Natur des Marktes.
Darüber hinaus tragen die Verkaufsaktivitäten von Langzeitinhabern und negative Flüsse von Krypto-Exchange-Traded Funds (ETF) zu den vorherrschenden Sorgen bei.
Trotz dieser Herausforderungen identifizierte DeFiIgnas auch einige potenzielle bullishe Faktoren, die eine Erholung statt eines weiteren Rückgangs fördern könnten.
Dazu gehören eine Lockerung der Liquiditätsbedingungen und Zinssenkungen durch die Federal Reserve (Fed), das Fehlen von Euphorie im Kryptobereich, eine langsame, aber stetige institutionelle Adoption und die potenzielle Verabschiedung eines US-Gesetzes zur Marktstruktur von Kryptowährungen.
Historisch starke Leistungen im vierten Quartal, Stablecoin-Bestände auf Allzeithochs und ein kürzlich abgeschlossener US-Handelsdeal mit China könnten ebenfalls einen Ausgleich zur vorherrschenden bärischen Stimmung bieten.

