Deutschland und Singapur verstärken Zusammenarbeit und planen Zukunftstechnologien
Während die geopolitische Landschaft sich rasant verändert und internationale Kooperationen in Frage gestellt werden, streben Deutschland und Singapur eine engere Zusammenarbeit an. Außenminister Johann Wadephul (CDU) und sein singapurischer Kollege Vivian Balakrishnan diskutierten in Singapur über die Notwendigkeit einer auf Regeln basierenden internationalen Ordnung. Im Zentrum der Gespräche stand ein mögliches Freihandelsabkommen zwischen der EU und der Asean-Gruppe, das die wirtschaftliche Integration in der Region weiter vorantreiben könnte.
Besonders im Fokus der Partnerschaft stehen Zukunftstechnologien. Seit 2019 besteht das Freihandelsabkommen zwischen der EU und Singapur, das als Modell für weitere Abkommen in der Indopazifik-Region dient. In Singapur, das als bedeutender Knotenpunkt für Finanzen, Technologie und Logistik gilt, sind zahlreiche europäische Unternehmen aktiv, darunter auch über 2.000 aus Deutschland. Diese enge wirtschaftliche Verzahnung wird durch einen gemeinsamen Aktionsplan im Technologiebereich weiter gestärkt.
Vivian Balakrishnan unterstrich die Bedeutung einer regelbasierten Weltordnung und lobte Singapurs Rolle als neutraler Akteur mit guten Beziehungen zu Peking und Washington. Die Asean-Region, der auch Indonesien und Thailand angehören, steht für friedliche Konfliktlösungsmechanismen und eine auf Völkerrecht basierende Kooperation. Deutschland hat es sich zum Ziel gesetzt, die Beziehungen zu dieser dynamischen Region weiter zu intensivieren.
Zum Abschluss seiner Reise ließ sich Johann Wadephul ein Forschungszentrum des Technologieunternehmens Schaeffler in Singapur zeigen. Das Zentrum, spezialisiert auf Mensch-Roboter-Interaktion, illustriert die technologische Innovationskraft, die Deutschland und Singapur gemeinsam fördern wollen. Bald geht es für Wadephul weiter nach Neuseeland und andere Staaten im Pazifikraum, um die Vision einer stabilen internationalen Ordnung weiterzuführen.

