Voith prüft umfassenden Stellenabbau: Gespräche verschoben
Die mögliche Reduzierung von Arbeitsplätzen beim Maschinenbauer Voith steht weiterhin im Raum, doch die Verhandlungen darüber werden voraussichtlich erst im neuen Jahr aufgenommen. Tobias Bucher, der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Heidenheim, geht davon aus, dass konkrete Gespräche nicht vor Januar oder Februar stattfinden werden. Bis dahin bleibt die Unsicherheit groß, insbesondere da die Festtage vor der Tür stehen.
Das Unternehmen aus Heidenheim an der Brenz hatte kürzlich angekündigt, die Strukturen und die Belegschaft auf den Prüfstand zu stellen, um sich den verschärften globalen Wettbewerbsbedingungen anzupassen. Eine deutliche Reduzierung von bis zu 2.500 Stellen weltweit wird in Betracht gezogen. Diese Maßnahmen erfolgen in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern, um gemeinsam die besten Optionen zu diskutieren.
Als Hintergrund für die Maßnahmen nennt Voith den zunehmenden globalen Konkurrenzdruck und spezifische strukturelle Herausforderungen in Deutschland. Konzernchef Dirk Hoke betonte, dass langfristiger Erfolg von einer effizienten Organisation und ausreichenden Investitionen abhängt. Der wirtschaftliche Erfolg der letzten Jahre erfüllte die Erwartungen nicht, was nun Konsequenzen mit sich bringt.
Klarheit darüber, welche Standorte betroffen sein werden, gibt es noch nicht. Laut Bucher war auf der Betriebsversammlung zu hören, dass Deutschland besonders stark betroffen sein könnte. Hier sind rund 7.000 der weltweit Beschäftigten angesiedelt. Mit der bestehenden Beschäftigungssicherung, die betriebsbedingte Kündigungen bis März 2028 ausschließt, bleibt jedoch zumindest ein gewisser Schutz am Hauptsitz bestehen.

