UBS trotzt strengen Kapitalvorgaben: Aktien schießen in die Höhe
Die Ankündigung einer erheblichen Erhöhung der Eigenkapitalanforderungen hat die Aktie der schweizerischen Großbank UBS am Freitag in turbulente Fahrwasser gestürzt. Doch anstatt in Panik zu verfallen, beendeten Anleger den Handelstag mit einer positiven Note. Nachdem die Aktie zwischenzeitlich Verluste verzeichnete, schoss sie schließlich um beeindruckende 6,2 Prozent in die Höhe und sicherte sich damit eine Spitzenposition im Schweizer Leitindex SMI.
Der zusätzliche Bedarf an hartem Eigenkapital beläuft sich laut dem Eidgenössischen Finanzdepartement auf 26 Milliarden US-Dollar, basierend auf der aktuellen Bilanz von UBS. Die vollständige Umsetzung dieser neuen Anforderungen wird vermutlich jedoch erst in etwa zehn Jahren realisiert, was den Druck auf die Bank etwas mindert.
Ein Lichtblick für die UBS ist die gleichzeitig sinkende Nachfrage nach sogenannten AT1-Anleihen. Diese risikobehafteten Schuldtitel, die im Krisenfall Verluste abfedern sollen, werden um 8 Milliarden Dollar reduziert, was den Kapitaldruck auf die Bank weiter entlastet.

