Stabiler US-Arbeitsmarkt sorgt für Rückgang bei Anleihekursen
Die jüngsten Entwicklungen auf dem US-Arbeitsmarkt hinterlassen ihre Spuren auf dem Anleihemarkt: Die Kurse von US-Staatsanleihen gaben am Freitag nach Veröffentlichung eines soliden Arbeitsmarktberichts nach. Der Terminkontrakt für zehnjährige Staatsanleihen fiel um 0,49 Prozent und notierte zuletzt bei 110,23 Punkten, während die Rendite dieser Anleihen auf 4,47 Prozent stieg.
Ein Grund für die negative Reaktion der Märkte ist die überraschend hohe Anzahl neu geschaffener Arbeitsplätze im Mai. Allerdings relativiert sich das Bild, da die Werte der vorangegangenen Monate deutlich korrigiert wurden. Während die Arbeitslosenquote unverändert blieb, zogen die Stundenlöhne stärker an als prognostiziert.
Dieser Lohnanstieg könnte laut Thomas Altmann von QC Partners die US-Notenbank dazu bewegen, die Füße in puncto Zinssenkungen stillzuhalten. Thomas Gitzel von der VP Bank sieht die Zölle, die bisher keine gravierenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt gezeigt haben, als potenzielles Risiko.
Sie könnten letztlich die Unternehmen verunsichern und den Konsum dämpfen, was die Umsätze beeinträchtigen würde. Hinzu kommt, dass das Dodge-Programm im öffentlichen Sektor zu Stellenstreichungen geführt hat.
US-Präsident Donald Trump nahm dies zum Anlass, die US-Notenbank erneut und mit Nachdruck zu einer Senkung des Leitzinses um einen ganzen Prozentpunkt aufzufordern. Er verwies hierbei auf die kürzlich beschlossenen Leitzinssenkungen der Europäischen Zentralbank.

